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Keine Spur von Krise bei der Ems-Gruppe

Die Ems-Gruppe ist geschäftlich voll auf Kurs. Investitionen werden wegen der hohen Nachfrage vorgezogen.

Südostschweiz
13.10.10 - 02:00 Uhr
Zeitung

Domat/Ems. – Die Ems-Gruppe hat die jüngste Wirtschaftskrise weit hinter sich gelassen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz um 42 Prozent auf 1,23 Milliarden Franken. Besonders gut lief das Geschäft mit polymeren Werkstoffen, die Ems unter anderem an die Autoindustrie liefert. Die Gruppe steigerte die Verkäufe in ihrem wichtigsten Segment um 39 Prozent auf 996 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung von gestern heisst. In lokalen Währungen gerechnet, beträgt der Zuwachs per Ende September 45 Prozent.Auch im Gesamtjahr 2010 dürften Umsatz und Betriebsergebnis deutlich höher ausfallen als im Vorjahr, bestätigte das von Magdalena Martullo geführte Unternehmen seine Prognosen. Besonders in Asien seien die Ems-Produkte gefragt.

Investitionen über 100 Millionen

Um die steigende Nachfrage zu bedienen, zieht die Ems-Gruppe jetzt Investitionen vor. Eine für das erste Quartal 2011 geplante neue Produktionslinie soll bereits nächste Woche den Betrieb aufnehmen. Die Ems-Gruppe baut zudem weitere Produktionsanlagen, die im ersten Halbjahr 2011 in Betrieb gehen werden. Insgesamt werden über 100 Millionen Franken investiert, um die Produktionskapazitäten zu erweitern.Allerdings macht das Unternehmen auch Wolken am Horizont aus: So werde die Verteuerung der Rohstoffe und der Folgeprodukte anhalten, heisst es weiter. Zu schaffen macht der schwergewichtig im Exportgeschäft tätigen Ems-Gruppe auch der starke Franken, die Ergebnismarge des Unternehmens werde durch die unvorteilhaften Wechselkurse zunehmend negativ beeinflusst. (sda/so)

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