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Informatik: Gute Noten für Bündner Schulen

Graubünden ist Vorreiter in Sachen Informatikunterricht an der Primarschule. Zu diesem Schluss kommt der ETH-Professor Juraj Hromkovic in einem Beitrag im heutigen BT.

Südostschweiz
01.02.12 - 01:00 Uhr

Seine Feststellung untermauert er insbesondere mit Beispielen von Pionierschulklassen in Saas und Domat/Ems und mit den Aktivitäten der Pädagogischen Hochschule Graubünden.

Hromkovic ist überzeugt, dass andere Kantone nachziehen müssen. Informatik spiele in der kommenden Wissensgesellschaft eine ähnliche Rolle wie die Mathematik während der technischen Revolution: «Informatik nicht zu unterrichten bedeutet, auf eine wichtige Dimension in der Entwicklung der konstruktiven mathematisch-technischen Denkweise der neuen Generation zu verzichten.» Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass Informatikunterricht ab acht Jahren sehr fruchtbar sei. Trotzdem, so die Kritik des ETH-Professors, würden die meisten Kantone in der Schweiz und auch Verantwortliche des künftigen Lehrplans 21 das Schwergewicht «noch immer auf den höchst unbefriedigenden Computerführerschein» legen, der keinen nachhaltigen Wissenstransfer, keine Tiefe und keine nennenswerten Beiträge zur allgemeinen Bildung leiste. Graubünden und der Kanton Uri hätten sich hingegen schon vor einiger Zeit auf Programmierunterricht in Primarschulen experimentell eingelassen.

Eine ähnliche Pionierleistung kann auch die Schweizerische Alpine Mittelschule Davos vorweisen, war sie doch die erste Schule in der Schweiz, die mit Begleitung der ETH das Ergänzungsfach Informatik einführte und erste Fortbildungen für Lehrpersonen in Graubünden organisierte, denen sich dann die Gymnasien in Schiers und Chur anschlossen. Für Hromkovic keine Neuigkeit: «Ich selbst habe zwei Jahre lang in Davos regelmässig unterrichtet», sagte er gegenüber dem «Bündner Tagblatt» schmunzelnd. (cb)

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