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Geothermie steht auf dem Prüfstand

Nach dem Erdbeben vom Samstag lässt die Geothermie St. Gallen offen, wie es mit dem Projekt weitergeht. In der Politik herrscht Misstrauen.

Südostschweiz
Montag, 22. Juli 2013, 02:00 Uhr

St. Gallen/Bern. – Die Stadt St. Gallen analysiert derzeit, wie es am Samstag zum Erdbeben der Stärke 3,6 kam. Erst nach Abwägen der Möglichkeiten und Risiken soll über den Fortgang des Geothermieprojektes entschieden werden. Das Erdbeben ist ein weiterer Rückschlag für die Geothermie in der Schweiz. Der zuständige St. Galler Stadtrat Fredy Brunner spricht in der «Ostschweiz am Sonntag» von einem «Vertrauensverlust».

Bund warnt von generellem Urteil

Rolf Wüstenhagen, Professor für das Management erneuerbarer Energien, glaubt dagegen nicht, dass die Zustimmung in der Bevölkerung über Nacht verschwinden wird. Politiker sprechen von einem «Rückschlag» für die Geothermie. Das Bundesamt für Energie warnt indes davor, aufgrund eines einzelnen Vorfalls ein generelles Urteil über die Technologie zu fällen. Die Geothermie stecke in der Entwicklungsphase. (dk) Kommentar unten

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