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Fussball 1936: Peru – Österreich

Zu kleiner Platz, Zuschauer auf dem Rasen, drei annullierte Tore und verweigertes Wiederholungsspiel. Ein Fussballmatch sorgte 1936 für einen Eklat.

Südostschweiz
Dienstag, 31. Juli 2012, 02:00 Uhr

Berlin. – Heiss auf dem Rasen ging es im Olympischen Fussballturnier bereits 1936 zu und her. Aus Uneinigkeit darüber, was ein Profi ist und was nicht, war der Sport 1932 in Los Angeles noch nicht olympisch. Vier Jahre später in Berlin durften die Kicker ran, die Organisatoren erhofften sich Grosseinnahmen. Bereits im Erstrundenspiel Italien – USA (1:0) sorgte ein Spieler mit erfolgreicher Verweigerung eines Platzverweises für Aufsehen.

Aus dem Viertelfinal Peru – Österreich wurde gar ein politischer Eklat. Nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit erzielte Peru fünf Tore in der Verlängerung, wovon drei vom Referee annulliert wurden. Die 2:4-Niederlage fochten die Österreicher erfolgreich an, da nach dem vierten Treffer der Peruaner Zuschauer aufs Spielfeld gerannt waren. Zudem monierten sie das zu kleine und damit regelwidrige Spielfeld. Gemeinsam mit der Fifa entschied das olympische Komitee, das Spiel neu anzusetzen – ohne sich die peruanische Sicht der Dinge anzuhören. Peru zog daraufhin, gemeinsam mit dem solidarisierenden Kolumbien, empört die ganze Delegation aus Deutschland ab. (kk)

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Ist doch gaaanz klar dass dahinter ein schmutziges Nazimanöver stand, Deutschland war bereits aus dem Turnier ausgeschieden, man vermutet Goebbels steck hinter der Aktion tausend Fans bewaffnet aufs Spielfeld zu schicken. Peru hat richtig gemacht und der Fifa und die Nazis mit ihrer scheiss Olympiade den Mittelfinger gezeigt. Allerachtung, das ist Würde erhalten.