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Fallpauschale gefährdet den Spitalausbau

Weil das Kantonsspital neu sechs bis acht Millionen Franken geringere Investitionsbeiträge erhält, muss es beim geplanten Neubau sparen.

Südostschweiz
Samstag, 12. November 2011, 01:00 Uhr

Von Hansruedi Berger

Chur. – 300 Millionen Franken wollte das Kantonsspital Graubünden in den nächsten Jahren für die Sanierung ihrer Bauten aufwenden. Doch jetzt müssen die Verantwortlichen nochmals über die Bücher. Denn statt wie bisher 23 Millionen Franken als Investitionszuschlag gibt es ab kommendem Jahr mit der Einführung der Fallpauschale Swiss DRG nur noch 15 bis 17 Millionen pro Jahr. Dies weil der Bundesrat den Investitionszuschlag auf zehn Prozent festgesetzt hat.

Der Rückgang von rund 30 Prozent muss laut Arnold Bachmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Kantonsspitals Graubünden, irgendwo eingespart werden. Es würden zwar sämtliche Sparmöglichkeiten geprüft, doch würden im patientennahen Bereich sicher weniger Abstriche gemacht. Konkret bedeutet dies laut Bachmann, dass man beim Neubau den Sparhebel ansetzen muss, denn sonst würde man Schulden lediglich auf die nächsten Generationen abwälzen.

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