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Fach Geschichte: Schulen setzen Frauen auf den Lehrplan

Fach Geschichte: Schulen setzen Frauen auf den Lehrplan

Der Lehrplan 21 legt neue Schwerpunkte im Geschichtsunterricht. Für Zündstoff sorgt dabei die Auswahl historischer Daten, welche die Schweizer Geschichte prägten und die Schüler laut Lehrplan «kennen und erklären» müssen.

Südostschweiz
vor 7 Jahren in

Von Yannick nock, Christof Moser und Alan Cassidy

Besonders konservative Kreise kündigen bereits Widerstand an.

Neu sollen auch Frauen mehr Platz im Geschichtsunterricht erhalten. Bedeutende Frauenfiguren wie Gertrud Kurz und Emilie Lieberherr werden im Lehrplan namentlich als Pflichtstoff erwähnt. «Das ist ein bedeutender Schritt», sagt Peter Gautschi, Experte in der Arbeitsgruppe des Lehrplans 21. Mit der Namensliste erhalten die Lehrer nun erstmals klare Handlungsanleitungen.

Die wachsende Bedeutung von Frauen im Geschichtsunterricht steht quer zur männerdominierten SRG-Geschichtsreihe «Die Schweizer». «Es ist für mich unverständlich, dass die SRG keine Frauen berücksichtigt hat», kritisiert Lehrplan-21-Geschichtsexperte Gautschi.

Recherchen zeigen, dass Frauen im ersten Konzept für die Doku-Fiction-Serie als tragende Figuren vorgesehen waren. Initiiert hat das Projekt die frühere SRF-Direktorin Ingrid Deltenre. Die SRG-Geschäftsleitung um den 2010 neu gewählten Generaldirektor Roger de Weck strich die Frauen aus Kostengründen aus dem Konzept.

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