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Duo spielt Orgel vierhändig und vierfüssig

WEGGIS Das bekannte Organisten-Paar Irena und Samuel Kummer-Budryte spielt neben Wesleys Duett und Merkels Preissonate die amüsante Parodie «Der Karneval der Tiere» von Saint-Saëns.

Südostschweiz
Samstag, 15. Februar 2014, 01:00 Uhr

pd. Das Konzert findet am Sonntag, 16. Februar, um 17.00 Uhr in der kath. Pfarrkirche Weggis statt. Auf dem Programm stehen ausschliesslich Duo-Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert. Das Weggiser Sonntagskonzert beginnt mit einem heiteren Duett des Engländers Samuel Wesley. Nach dieser spielfreudigen Rarität erklingt eines der grossartigsten Werke für Orgel zu vier Händen und Füssen aus dem vorletzten Jahrhundert; der damals berühmte sächsische Komponist Gustav Adolph Merkel, Orgelprofessor und nacheinander Organist an drei bedeutenden Kirchen Dresdens, gewann 1857 bei einem Wettbewerb unter 13 eingegangenen Arbeiten den Preis für seine virtuose dreisätzige Sonate.

«Karneval der Tiere»

Höchst amüsante Unterhaltung bietet die folgende Komposition «Der Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns, in der Fassung für Orgel zu vier Händen und Füssen. In dieser im Untertitel als «Grande fantaisie zoologique» bezeichneten Programmmusik verulkt der Pariser Meister-Komponist in 14 kurzen Sätzen seine Berufskollegen wie Offenbach, Berlioz und Rossini, indem er unter den Titeln von Tierporträts mit imitierten Tierrufen und Bewegungsmustern die Melodien dieser Komponisten parodiert. Dazwischen liest Lukas Kummer, der Sohn des Organisten-Paars, humoristische Texte von Loriot.

Die Interpreten

Die aus dem litauischen Vilnius stammende Irena Budryte und ihr Gemahl, der gebürtige Stuttgarter Samuel Kummer, wirken an der Frauenkirche in Dresden und lehren an der dortigen Hochschule für Kirchenmusik. Beide sind Gewinner von internationalen Orgel-Wettbewerben und wurden durch Radio- und Fernsehaufnahmen sowie durch CD-Produktionen bekannt. Seit 1987/88 führen sie ausserdem weltweit Konzertreisen durch. Der Eintritt zu diesem Weggiser Sonntagskonzert ist frei (Kollekte am Ausgang).

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