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Die grösste Gemeinde der Schweiz entsteht im Engadin

Aus Ardez, Ftan, Guarda, Scuol, Sent und Tarasp wird ab dem 1. Januar 2015 die Gemeinde Scuol. Die flächenmässig grösste der Schweiz.

Südostschweiz
Montag, 31. März 2014, 02:00 Uhr

abraham gillis und marc melcher

Die sechs Unterengadiner Gemeinden Ardez, Ftan, Guarda, Scuol, Sent und Tarasp haben gestern und am Samstag an der Urne den Grundstein für die grösste Gemeinde der Schweiz gelegt. Sämtliche sechs Gemeinden haben sich für die Fusion ausgesprochen und in allen Gemeinden fiel das Ergebnis deutlich aus. Mit 93,6 Prozent Ja-Stimmen war das Ergebnis in Guarda am deutlichsten. Am wenigsten Zustimmung erhielt das Projekt in Tarasp, wo sich 60,4 Prozent der Stimmberechtigten für die Fusion ausgesprochen haben. Hoch war auch die Stimmbeteiligung: In Sent zum Beispiel gingen 77,46 Prozent aller Stimmberechtigten an die Urne.

Die fusionierte Gemeinde Scuol wird Glarus Süd als flachenmässig grösste Schweizer Gemeinde ablösen. Die Fusion soll ab dem 1. Januar 2015 in Kraft treten. Die Präsidenten der aktuellen Gemeinden bilden jetzt einen Übergangsvorstand. Das Gremium soll die Fusion einerseits in die Wege leiten, andererseits aber auch eine koordinative Funktion übernehmen. Noch in diesem Jahr werden die Gemeinden über die neue Verfassung und das neue Steuergesetz abstimmen. Ebenso sind die Organe und die Gemeindeangestellten zu wählen. Zudem muss der Grosse Rat die Fusion noch genehmigen. Jon Domenic Parolini, Gemeindepräsident von Scuol, spricht von einem «Meilenstein für das Unterengadin».

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