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Dem Kiesplatz beim Lido wird Zirkusleben eingehaucht

Das Zelt des Circus Knie steht. Während des Aufbaus herrschte grosse Wiedersehensfreude in Rapperswil. Für viele Zeltbauer war es der erste Arbeitstag nach der Winterpause. Und für die Kinder hat der Alltag in der hauseigenen Schule begonnen.

Südostschweiz
Dienstag, 11. März 2014, 01:00 Uhr

Von Nicole Bruhin

Rapperswil-Jona. – Auf dem grossen Kiesplatz beim Rapperswiler Lido herrscht geschäftiges Treiben. Polnisch, italienisch, arabisch und deutsch tönt es kreuz und quer über den Platz. Die Männer, alle mit orangenen Helmen bedeckt, stehen rund um zwei 20 Meter lange blaue Masten. Es sind zwei der vier Haupt- masten, die das Zelt des Circus Knie stützen. Das Wahrzeichen des Zirkus.

Für viele der Arbeiter ist gestern der erste Arbeitstag nach der Winterpause. Es herrscht ein freudiges Wiedersehen. Immer wieder fallen sich Arbeiter in die Arme oder rufen sich gegenseitig ein herzliches «Hallo» zu.

Auch für Christine Kuster ist es der erste Arbeitstag. Sie unterrichtet die Zirkuskinder, die ihre Eltern auf der Tour begleiten. Es ist das erste Mal, dass die Oberstufenlehrerin auf der Tournee mit dabei ist. «Ich bin sehr gespannt auf diese Zeit.» Ihr Job ist eine grosse Herausforderung. «Ich muss stufenübergreifend unterrichten.»

In der Unterrichtspause nimmt die Bernerin mit den Schülern einen Augenschein auf dem Kiesplatz. «Die Kinder sind ganz aufgeregt, weil das Zelt bald steht.» Denn mit dem Zeltaufbau komme das Zirkusfieber erst auf.

Dieses Gefühl kennt auch der Medienverantwortliche Peter Küchler. «Man beschäftigt sich tagtäglich mit dem Zirkus, wenn aber das Zelt erstmals wieder steht, kommt das Gefühl erst richtig hoch.»

2,5 Tonnen Zelt werden aufgebaut

Derweil werden auf dem Kiesplatz die nächsten zwei Masten aufgestellt. Die 38 Männer bilden ein eingespieltes Team. Nur zwei Neue sind mit dabei. Die anderen haben das Zelt schon x-mal auf- und wieder abgebaut.

Der Aufbau des Zelts dauert normalerweise fünf bis sechs Stunden. «Beim ersten Mal dauert aber alles etwas länger», erklärt Küchler. Abgebaut wird das Zelt innert nur vier Stunden.

In diesem Jahr muss eine spezielle Vorrichtung für das «Todesrad» angebracht werden. Diese wird im Zentrum des Zeltdaches, der Kuppel, montiert. Der Artist ist ebenfalls vor Ort, zusammen mit dem Chef de Piste Patrick Rosseel. Er ist für die Manege verantwortlich.

Am Abend steht das grosse Zirkuszelt. Nun können die Proben der Artisten in der Manege beginnen.

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