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Corin Curschellas im Rennen um Grand Prix Musik

Seit gestern steht fest, welche 15 Schweizer Musikschaffenden Chancen auf den ersten Schweizer Grand Prix Musik haben.

Südostschweiz
Dienstag, 01. April 2014, 02:00 Uhr

bern Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat gestern die 15 Anwärter auf den ersten Schweizer Grand Prix Musik bekanntgegeben. Mit dabei ist unter anderem die Bündnerin Sängerin und Songwriterin Corin Curschellas, die bereits den Anerkennungspreis der Stadt Chur sowie des Kantons Graubünden erhalten hat. Die Nominationen bringen bereits 25 000 Franken, der Grand Prix 100 000. Bundesrat Alain Berset wird die Preisträgerin oder den Preisträger am 19. September im Rahmen des Festivals Label Suisse in Lausanne auszeichnen. Ziel des Schweizer Grand Prix Musik ist es laut BAK, herausragendes und innovatives schweizerisches Musikschaffen zu würdigen und in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Zu den weiteren Nominierten gehören die Berner Andreas Schaerer, Beat Zeller alias Reverend Beat-Man und Julian Sartorius, Norbert Möslang aus St. Gallen, das Ensemble Phoenix aus Basel, Hans Kennel aus Baar, Marcel Oetiker aus Altendorf sowie das Ensemble Steamboat Switzerland. Weitere Anwärterinnen und Anwärter sind Dragos Tara aus Lausanne, die Genfer Franz Treichler und Mama Rosin, Franco Cesarini aus Melide, Irene Schweizer aus Schaffhausen sowie die in San Francisco geborene und im Oberwallis aufgewachsene Erika Stucky. Ein vom BAK beauftragtes zehnköpfiges Expertenteam wählte Kandidaten aus allen Regionen der Schweiz und aus sämtlichen Musiksparten aus, um diese der Eidgenössischen Jury für Musik zu unterbreiten. Die aus sieben Mitgliedern bestehende Jury bestimmte im März 2014 aus den 41 vorgeschlagenen Musikschaffenden die 15 Finalistinnen und Finalisten.

Corin Curschellas wurde 1956 in Chur geboren und studierte nach der Ausbildung zur Primarlehrerin Schauspiel und Musikwissenschaft in Zürich. Die Bündner Sängerin und Songwriterin kehrte nach 30-jähriger Tätigkeit im Ausland zurück nach Rueun. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit dem rätoromanischen Volksliedgut. Sie arrangiert und interpretiert alte romanische Lieder neu und verleiht ihnen dadurch einen aktuellen, frischen Charakter, wie es in der BAK-Mitteilung heisst. Mit dem Liederbuch «La Grischa» (2013) arbeitet Corin Curschellas bekannte romanische Volkslieder neu auf und erläutert Hintergrundinformationen zum Volksliedgut. Neben der Realisation eigener Projekte für Bühne, Theater und Festivals, arbeitet sie mit unterschiedlichen Musikstilen, Instrumenten, Sprachen und Formationen. (bt/sda)

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