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Brand von 1861: Neue Indizien sprechen für Brandstiftung

Zwei Jugendliche sollen vor 150 Jahren den Brand von Glarus absichtlich ausgelöst haben. Das schreibt der Näfelser Autor Walter Hauser in seinem neusten Buch.

Südostschweiz
Sonntag, 10. April 2011, 02:00 Uhr

Glarus. – Die verheerende Brandnacht in Glarus anno 1861 soll kein Unfall gewesen sein. Zu diesem Schluss kommt zumindest der Näfelser Schriftsteller und Journalist Walter Hauser in seinem neusten Buch über den Brand. Es wird morgen Montag veröffentlicht. Hauser präsentiert in seinem Buch zeitgenössische Akten aus dem Bundesarchiv, die bisher offenbar nicht gesichtet wurden. Darin werden zwei Jugendliche aus dem St. Gallischen als mutmassliche Brandstifter entlarvt. Einer von ihnen soll die Tat Jahre nach der Katastrophe sogar gestanden haben. Die Spuren führen dabei bis in den Vatikan.

Hinweise sind stichhaltig

Das Geständnis ist jedoch nicht über alle Zweifel erhaben. Beweisen lässt sich der Verdacht heute, wie wohl auch damals, allerdings nicht mehr. Dennoch: Die Indizien und die Zusammenhänge, die Hauser nun präsentiert, sprechen für sich genommen eine klare Sprache.

Die Geschichte des Brandes von Glarus ist – wenn sie nicht ganz neu geschrieben werden muss – mindestens um ein aufschlussreiches Kapitel reicher. (mic)

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