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Der Immobilienmarkt trotzt den turbulenten Zeiten

Zahlreiche Krisen, bedeutsame Volksentscheide sowie deren Folgen haben im vergangenen Jahrzehnt für eine spannende Entwicklung am Immobilienmarkt gesorgt. Weitere Turbulenzen sind programmiert. 

Wohnen
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Der Immobilienmarkt in Graubünden beweist Stabilität in turbulenten Zeiten.
Der Immobilienmarkt in Graubünden beweist Stabilität in turbulenten Zeiten.
Bild: 123rf

von Andreas Scholz, Geschäftsführer der Von Poll Real Estate Chur

Ein kurzer Blick zurück: die unerwartet angenommene Zweitwohnungsinitiative im Jahr 2012, die bereits zuvor erlebten Preissteigerungen sowie der darauffolgende Frankenschock hatten für enorme Unsicherheiten am Markt gesorgt. Daraus resultierte sogar zeitweise ein Überangebot an Immobilien. Selbst in gut gefragten Regionen gab es plötzlich zahlreiche Angebote in guten und durchaus valablen Lagen. Gleichzeitig zogen die Preise für hochwertige Immobilien in Toplagen deutlich an, während erneuerungsbedürftige Liegenschaften teilweise im Preis reduziert werden mussten. Doch die lockere Geldpolitik und fallende Zinsen hatten die Kauflust gesteigert und so konnte bereits vor Beginn der Corona-Pandemie das Überangebot abgesetzt werden. 

Preisentwicklungen wegen Pandemie

Mit der Pandemie ist die Nachfrage insgesamt weiter angestiegen, was konsequenterweise zu teils enormen Preisentwicklungen geführt hat. Für Graubünden ist es allerdings wichtig, zwischen dem Erst- und dem Zweitwohnungsmarkt zu unterscheiden sowie zwischen Wohnungen und Einfamilienhäusern. Denn letztere sind deutlich seltener im Kanton vorhanden und die Nachfrage entsprechend grösser. Heute ist die Pandemie so gut wie beendet, die Zinsen ziehen wieder an, die Inflation ist zurück, der Franken auf Rekordniveau. Der Krieg in Europa, die drohende Energiekrise sowie weltweit unterbrochene Lieferketten führen erneut zu unsicheren Zeiten. Erleben wir nun die befürchtete platzende Blase oder wird sich der Immobilienmarkt erneut als Fels in der Brandung beweisen? 

Optimismus in Graubünden

Grundsätzlich darf in der Schweiz und besonders in Graubünden optimistisch in die Zukunft geblickt werden. Denn das Interesse ausländischer Käufer ist weiterhin gross und es zeichnet sich ab, dass dies noch weiter anhalten wird. Aber auch junge Familien, Städter, Heimwehbündner und Bergsportler aller Länder hegen zunehmend und anhaltend den Wunsch nach einer eigenen Immobilie in Graubünden. 

Auch wenn das Kaufinteresse aufgrund der steigenden Zinsen oder der oben genannten Einflüsse allgemein verhaltener wird, halten die stetig weiter verschärfte Zweitwohnungsinitiative, das internationale Interesse sowie das begrenzte Bauland dagegen. Kurzfristige Korrekturen, gerade auch in weniger interessanten Lagen und Regionen, können nicht ausgeschlossen werden, doch dürfte längerfristig nicht mit negativen Entwicklungen gerechnet werden.


Die Zweitwohnungsinitiative von 2012 in Kürze

  • Am 11. März 2012 fand die Volkabstimmung über die Initiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!» (Zweitwohnungsinitiative) statt.
  • Die Initiative verlangte, den Anteil an Zweitwohnungen in den Gemeinden zu begrenzen. So wollte man die Zersiedelung bremsen.
  • Bundesrat und Parlament haben die Initiative zur Ablehnung empfohlen mit der Begründung, das revidierte Raumplanungsgesetz würde bereits den Zweitwohnungsbau mit gezielten Massnahmen beschränken. 
  • Die Initiative wurde mit knappen 50.6% Ja-Stimmen angenommen.
     

Von Poll Real Estat
Bankstrasse 7
7000 Chur

www.von-poll.ch/chur 

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