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Das Wärmepumpen-System-Modul: Viele Vorteile für einen Bauherrn

Die Wärmepumpe ist eine erprobte und zuverlässige Heiztechnologie: Pro Jahr werden in der Schweiz rund 20 000 Wärmepumpen verbaut. Rund 85 Prozent der neu erstellten Einfamilienhäuser werden damit ausgerüstet. Bei der Sanierung von Heizungen ersetzen Wärmepumpen fossile oder Elektroheizungen.

Wohnen
Südostschweiz
Freitag, 05. Mai 2017, 13:40 Uhr Wohnen
Eine Heizung mit Wärmepumpen-System-Modul arbeitet mit höchstmöglicher Betriebssicherheit und tiefen Betriebskosten.
Bild zVg, FWS

Peter Hubacher / Leiter Qualitätssicherung bei der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS)

Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und des Umstandes, dass Wärmepumpen CO2-optimal arbeiten, sind sie sehr umweltfreundlich.

Hersteller und Lieferanten von Wärmepumpen haben, zusammen mit den Fachverbänden der Heizungsbranche, das Label «Wärmepumpen-System-Modul» entwickelt und am Markt entsprechend zertifizierte Produkte eingeführt. Wärmepumpenanlagen, welche ein Wärmepumpen-System-Modul verwenden, arbeiten mit maximaler Energieeffizienz und höchstmöglicher Betriebssicherheit, was die ohnehin schon tiefen Betriebskosten bei Wärmepumpen noch einmal senkt. Diese Ziele werden erreicht durch eine rigide Qualitätskontrolle und mit verbindlich festgelegten Abläufen und Prozessen – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

Zertifikat als Basis für Förderbeiträge
Heizungsanlagen, welche ein Wärmepumpen-System-Modul verwenden, sind tendenziell nicht teurer als herkömmliche Wärmepumpenanlagen. Geringe Mehrkosten entstehen durch die Nachkontrolle im zweiten Betriebsjahr, welche aber eine geldwerte Leistung darstellt. Zusätzlich werden die Kosten für das Anlagezertifikat, welches nach Prüfung der eingereichten Dokumente durch eine neutrale Fachstelle ausgestellt wird, in Rechnung gestellt. Dieses Anlagenzertifikat ist Grundlage für die Ausrichtung der zugesicherten Förderbeiträge.

Lohnende Investition
Die Verwendung des Wärmepumpen-System-Moduls in Wärmepumpenanlagen bis zirka 15 kW ist seit 2017 auch im Kanton Graubünden eine der Voraussetzungen, um kantonale Fördergelder zu erhalten. Die kantonalen Stellen werden nach der Einreichung des Anlagenzertifikates die zugesicherten Fördergelder auszahlen. Es ist daher wichtig, dass der Bauherr schriftlich und ausdrücklich beim Installateur seiner Wahl eine Wärmepumpenanlage mit Wärmepumpen-System-Modul und Anlagenzertifikat bestellt.

Installateure haben nötiges Know-how
Viele Installateure haben bereits eine umfassende Weiterbildung abgeschlossen. Da jedoch die Installation eines Wärmepumpen-System-Moduls keine neuen Anforderungen an die handwerklichen Fähigkeiten eines Installateurs voraussetzt, kann grundsätzlich jeder erfahrene Heizungsinstallationsbetrieb ein Wärmepumpen-System-Modul planen und installieren.

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