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Heizkosten sparen leicht gemacht!

Die nächste Heizkostenabrechnung kommt zwar erst im kommenden Sommer. Einfluss auf diese kann man aber jetzt schon nehmen – mit wenigen, aber gezielten Massnahmen lassen sich die Heizkosten erheblich reduzieren.

Wohnen
Südostschweiz
Montag, 30. März 2015, 09:15 Uhr Wohnen
Heizkosten sparen

Thomas Ammann  / dipl. Architekt FH und Mitarbeiter des Hauseigentümerverbands Schweiz

Wir heizen, um nicht zu frieren. Tatsächlich wird aber oft nutzlos über dieses Ziel hinaus geheizt. Jedes Grad zu viel bedeutet sechs Prozent unnötig verbrauchte Heizenergie, jedes Grad weniger senkt den Verbrauch entsprechend.

Jedes Grad zählt: Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 bis 21° C betragen. Ein Pulli, lange Hosen und ein Paar warme Socken unterstützen den Komfort. In Nebenräumen wie Küche, wo Kühlschrank, Herd und Spülmaschine mitheizen, kann die Heizung gedrosselt werden. Im Schlafzimmer reichen 17 bis 18° C aus. Entscheidend ist hier die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Sie hängt vor allem von der raumseitigen Oberflächentemperatur der Wände und Fenster ab.

Räume nur nach Bedarf heizen: In jeder Wohnung gibt es Räume, die stundenweise nicht genutzt werden. In diesen kann die Temperatur um mehrere Grad gesenkt werden. Dasselbe gilt bei längeren Abwesenheiten für den ganzen Wohnbereich. Während der Nachtstunden muss die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen ebenfalls nicht 20° C betragen. Moderne Heizungsanlagen ermöglichen eine zentral gesteuerte Absenkung der Raumtemperatur. Unter 16° C sollten die Raumtemperaturen jedoch nicht fallen, um bauphysikalische Schäden zu vermeiden. Die Frostschutzposition des Thermostatventils hilft hier vorzubeugen.

Thermostatventile bremsen automatisch: Sie halten die Temperatur in den einzelnen Räumen konstant auf dem gewünschten Wert, auch wenn die Sonne ins Zimmer scheint. Die Stellung drei bedeutet zirka 20° C Raumtemperatur. Durch die richtige Nutzung von Thermostatventilen können vier bis acht Prozent Heizenergie gespart werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass schwere Vorhänge die Thermostatventile nicht verdecken.

Regelmässig lüften: Kippfenster sind Dauerlüfter und ermöglichen, dass buchstäblich zum Fenster hinaus geheizt wird. Am besten lüftet man fünf bis sechsmal am Tag mit weit geöffneten Fenstern einige Minuten lang quer durch die Wohnung. Die Luft wird schnell ausgetauscht, aber Wände und Möbel kühlen nicht aus. Regelmässiges Lüften hilft, das Raumklima zu verbessern und Feuchteschäden zu verhindern. Moderne, dichte Fenster und Türen halten nämlich auch die Luftfeuchtigkeit im Raum. Schlägt sich die Feuchte an kühlen Stellen nieder, kann es zu gesundheitsschädigender Schimmelbildung kommen.

Rollläden und Fensterläden schliessen: Bei tiefen Aussentemperaturen treten die höchsten Wärmeverluste über die Fenster auf. Durch konsequentes Schliessen der Rollläden lassen sich Wärmeverluste verringern. Der Spareffekt dieser Massnahme wird gesteigert, wenn man Vorhänge, die das Fenster, nicht jedoch die Heizung bedecken, zuzieht.

Wärmestau vermeiden: Möbel vor Heizkörpern verhindern die Wärmeabgabe in den Raum. Hängen schwere Vorhänge über die Heizkörper, so kann sich der Wärmeverlust nochmals erheblich erhöhen – die Wärme wird über die Fenster nach aussen geleitet.

Elektrische Zusatzheizungen nur im Notfall: Ein Dauerbetrieb von Heizlüftern und Radiatoren ist reine Energieund Geldverschwendung. Solche Geräte sollten nur im Notfall und über kurze Zeit eingesetzt werden.

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