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Schweizer Signa Retail Selection in provisorischer Nachlassstundung

Die Globus-Mitbesitzerin, die Schweizer Signa Retail Selection AG, hat die provisorische Nachlassstundung bewilligt bekommen. Dies teilte das Nachlassgericht des Bezirksgerichts Zürich am Mittwoch im Schweizerischen Handelsamtsblatt mit.

Agentur
sda
06.12.23 - 17:01 Uhr
Wirtschaft
Für die Globus-Mitbesitzerin Signa Retail Selection ist nun ein provisorischer Sachwalter eingesetzt worden. (Archivbild)
Für die Globus-Mitbesitzerin Signa Retail Selection ist nun ein provisorischer Sachwalter eingesetzt worden. (Archivbild)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Zum provisorischen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Eugen Fritschi von der Zürcher Kanzlei Bühlmann & Fritschi Rechtsanwälte eingesetzt. Die Dauer der provisorischen Nachlassstundung belaufe sich auf vier Monate. Sie ende am 5. April 2024, schrieb das Gericht weiter.

Geordnete Liquidation

Mit der Nachlassstundung solle verhindert werden, dass die schweizerische Signa Retail Selection in Abhängigkeit des Insolvenzverfahrens der österreichischen Muttergesellschaft gerate, hatte die Firma vor einer Woche mitgeteilt. Das Unternehmen werde von der Muttergesellschaft abgekoppelt und geordnet liquidiert.

«Dieser Schritt ermöglicht es dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung in Zusammenarbeit mit dem Sachwalter das Geschäft eigenverantwortlich und unabhängig von den Insolvenzen der restlichen Signa Gruppe geordnet und transparent abzuwickeln», wurde Verwaltungsratspräsident Christian Wenger in dem Communiqué zitiert. Dabei gehe der Verwaltungsrat davon aus, sämtliche externen Verbindlichkeiten regeln zu können und die Aktiven gut organisiert und in einem strukturierten Prozess über die nächsten Monate zu veräussern.

Signa Retail Selection hält einen Anteil von 50 Prozent an Globus. Die thailändische Central Group, die ebenfalls 50 Prozent an der Warenhauskette hält, hatte zuvor ihr Engagement bekräftigt. «Die Central Group ist weiterhin fest entschlossen, ihre europäischen Luxusgeschäfte unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Partner zu sichern und zu unterstützen», hatte die Gruppe der schwerreichen Familie Chirathivat vor einer Woche gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erklärt.

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