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Wo bleibt das Bündner Möbeldesign?

Wo bleibt das Bündner Möbeldesign?

Wirtschaftskenner sind überzeugt: Der Möbelbau würde für das Holzgewerbe im Kanton noch viel Wertschöpfungspotenzial bergen. Doch erfolgreiches Möbeldesign aus Graubünden ist selten. Eine Tagung in Savognin soll die Trendwende einläuten.

Südostschweiz
vor 8 Jahren in
Der Zilliser Schreiner Gion Michael ist Mitentwickler des neuen Möbelsystems «Randulina».

Thusis/Savognin. – «Weshalb fehlen die Bündner Handwerker, wenn es darum geht, im Produktdesign und in der Holzverarbeitung neue Wege zu gehen?» Es sind die Regionalentwickler aus sechs Regionen des Kantons, die eine Antwort auf diese Frage suchen. Denn sie orten im Bereich Möbelproduktion viel Potenzial für zusätzliche Wertschöpfung.

Bei Schreinern in der Viamala-Region hat die Thusner Regionalentwicklerin Carmelia Maissen eine Umfrage zum Thema durchgeführt. Ein wichtiges Ergebnis: «Die Betriebe sind hoffnungslos überlastet. Sie sind gar nicht dazu gezwungen, strategische Überlegungen anzustellen – es läuft ja sowieso rund», so Maissen. Gion Michael, Schreiner aus Zillis und Mitentwickler eines neuen Möbelsystems, bestätigt das. «Es gibt so viel Tagesarbeit, dass Möbelprojekte beiseite gelegt werden.»

Erfahrungsaustausch für die Branche

Möbelschreiner, Architekten, Designer und Möbelhändler sind nun am Freitag, 25. Januar, zu einer Tagung in die Sala Grava nach Savognin geladen: Die Regionalenwicklungsstellen organisieren einen Erfahrungsaustausch für die Branche. Der Anlass dauert von 10 bis 16.30 Uhr. Ziel ist gemäss Programm einerseits, Ideen zu generieren und Synergien zu diskutieren, andererseits sollen mögliche Lösungsansätze formuliert werden, mit deren Hilfe die Möbelproduktion angekurbelt werden kann.

Als Referenten mit von der Partie sind Niels Blättler von Atelier Pfister, Architekt Gion A. Caminada, Schreinerpräsident Hubert Carigiet, «Hochparterre»-Redaktorin Lilia Glanzmann und Markus Faisst, Mitglied des Vorbildprojekts Werkraum Bregenzerwald. Eine Anmeldung für die Tagung ist noch möglich bis am Freitag, 11. Januar, unter der Adresse admin@regioviamala.ch. (jfp)

Weitere Informationen hier.

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