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10 Millionen für Hinweise auf Chefs von Cyberkriminellen-Netzwerk

Die US-Regierung hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Hinweise auf die Chefs des Cyberkriminellen-Netzwerks «Hive» ausgelobt. Das Netzwerk war im Vorjahr zerschlagen worden. Zu den Opfern zählten auch Schweizer Firmen.

Agentur
sda
08.02.24 - 21:26 Uhr
Wirtschaft
"Hive" ist eines der grössten Cyberkriminellen-Netzwerke der Welt. Insgesamt soll die Hackergruppe 1500 Unternehmen und Organisationen in mehr als 80 Ländern angegriffen haben und mehr als hundert Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben. (Symbolbild)
"Hive" ist eines der grössten Cyberkriminellen-Netzwerke der Welt. Insgesamt soll die Hackergruppe 1500 Unternehmen und Organisationen in mehr als 80 Ländern angegriffen haben und mehr als hundert Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben. (Symbolbild)
Keystone/STR

Auch das US-Aussenministerium teilte am Donnerstag mit, es biete fünf Millionen Dollar für Informationen, die - in welchem Land auch immer - zur Festnahme von Einzelpersonen führten, die an dem internationalen Ransomware-Netzwerk teilgenommen haben oder teilnehmen wollten.

«Wir werden weiterhin mit unseren Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um Ransomware-Akteure zu stoppen und abzuschrecken, die das Rückgrat unserer Wirtschaften und kritischen Infrastruktur bedrohen», hiess es. Bei der Zerschlagung des «Hive»-Netzwerks im Januar vergangenen Jahres hatten die US-Justiz auch mit Europol zusammengearbeitet.

Media Markt und Emil Frey

«Hive» ist eines der grössten Cyberkriminellen-Netzwerke der Welt. Insgesamt soll die Hackergruppe 1500 Unternehmen und Organisationen in mehr als 80 Ländern angegriffen haben und mehr als hundert Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben. Die Akteure nahmen demnach gezielt grosse Unternehmen ins Visier und lähmten deren Aktivitäten.

Auch in der Schweiz wurden Unternehmen Opfer der «Hive»-Hacker. Diese attackierten laut eigenen Angaben unter anderem 2021 Media Markt und 2022 die Automobilhändler-Gruppe Emil Frey.

Bei Angriffen mit Ransomware verschlüsseln Hacker die Daten von betroffenen Unternehmen, Privatleuten oder Behörden und verlangen dann ein Lösegeld zur Freigabe der Daten. «Hive» war dabei eine Art illegaler Dienstleister, der Hackern seine Erpressersoftware zur Verfügung stellte.

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