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Von der «Bank für Davos» zur Credit Suisse

Äusserst zentrale Lage: Die CS-Filiale an der Promenade 65. Bild: ad

Andri
Dürst
26.03.23 - 07:00 Uhr
Wirtschaft
Äusserst zentrale Lage: Die CS-Filiale an der Promenade 65.
Äusserst zentrale Lage: Die CS-Filiale an der Promenade 65.
ad

Kaum eine Nachricht hat die Schweiz in letzter Zeit dermassen durchgerüttelt wie diejenige vom Sonntagabend: Die UBS übernimmt die Credit Suisse. Auch wenn der Bankenplatz Davos bei Weitem nicht zu den grössten des Landes zählt, dürfte der Zusammenschluss zu dieser «Mega-Bank» auch Auswirkungen auf die hiesigen Verhältnisse haben. Was genau geplant ist, dazu sind derzeit kaum Informationen zu erhalten. Auf der Internetseite der CS ist bloss zu lesen: «Der Zusammenschluss unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und wird voraussichtlich bis Ende 2023 vollzogen sein. Bis dahin wird die Credit Suisse ihre Geschäftstätigkeit wie gewohnt fortsetzen und dabei eng mit der UBS zusammenarbeiten.» Auf eine Frage der DZ zur Zukunft der Davoser Filiale heisst es von der CS-Medienstelle: «Im Moment bleibt alles wie gehabt, und wir freuen uns, unsere Kundinnen und Kunden weiterhin in unseren Filialen und auf unseren Online-Kanälen zu bedienen». Man werde zeitnah und transparent über die Entwicklung informieren. Zur Frage, wie viele Mitarbeitende in Davos tätig sind, heisst es nur: «Die Credit Suisse weist ihre Mitarbeiteranzahl auf Stufe Region aus. In der Region Ostschweiz beschäftigen wir über 300 Vollzeitstellen.» Zur Bitte der DZ, mit einem Mitarbeiter der Filiale Davos sprechen zu können, könne man leider keine Hand bieten, heisst es von der Medienstelle.

Bereits seit 1897 eine Bank

Eine der grossen, für Davos relevanten Fragen dürfte sein, was mit dem CS-Gebäude an der Promenade 65 passieren wird. Wie in Blick in das Archiv der Dokumentationsbibliothek zeigt, wurde das Haus 1896/97 durch Architekt und Baumeister Gaudenz Issler im spätklassizistischen Stil erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es umgebaut und um ein Stockwerk erhöht, womit die bauliche Einheit verloren ging, was unter anderem an den Formen der Fenster gut zu sehen ist. Ein weiterer grosser Umbau erfolgte 1994, ehe mit einer weiteren Erneuerung 2016 die letzten baulichen Massnahmen erfolgten.

Bereits seit Anbeginn war das Haus – abgesehen von Läden im Erdgeschoss– immer schon Heimat eines Geldinstitutes. So war es ab 1896 Sitz der von Willem Jan Holsboer gegründeten «Bank für Davos». 1899 ging diese in der «Rhätischen Bank» auf. 1930 erfolgte dann der Übergang an die Schweizerische Kreditanstalt – also an diejenige Bank, die nun nach 167 Jahren ein jähes Ende fand.

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