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Berufliche Standortbestimmung für über 40-Jährige wird weitergeführt

Die kostenlose, berufliche Standortbestimmung für Personen über 40 Jahre, Viamia, wird weitergeführt. Der Kanton Graubünden hat die Programmvereinbarung 2023 bis 2024 mit dem Bund unterzeichnet.

Südostschweiz
03.01.23 - 11:12 Uhr
Wirtschaft
Im Wandel: Neue Arbeitsmodelle oder die Digitalisierungen tragen dazu bei, dass sich die Arbeitswelt rasch wandelt.
Im Wandel: Neue Arbeitsmodelle oder die Digitalisierungen tragen dazu bei, dass sich die Arbeitswelt rasch wandelt.
Bild Peter Klaunzer / Keystone

Die Arbeitswelt wandelt sich rasant. Neue Arbeitsmodelle, der technische Fortschritt und die Digitalisierung tragen dazu bei. Um die Arbeitsmarktfähigkeit bis zur Pensionierung zu erhalten, muss die eigene Laufbahn aktiv gestaltet werden, wie der Kanton Graubünden mitteilt. Arbeitnehmende ab dem 40. Lebensjahr sollen regelmässig eine Standortbestimmung vornehmen, bei der die berufliche und persönliche Situation analysiert und unter Einbezug der sich verändernden Erfordernisse des Arbeitsmarkts reflektiert wird. Anstehende berufliche Veränderungen oder ein allfälliger Weiterbildungsbedarf können so rechtzeitig ermittelt und persönliche Schritte geplant werden. Aus diesem Grund subventioniere der Bund die Entwicklung und Implementierung des kostenlosen Angebots Viamia, heisst es. Für die Umsetzung der Bundesmassnahmen und die innerkantonale Abstimmung seien die Kantone zuständig.

Erfolgreiche Pilotphase in Graubünden

In Graubünden ist das Amt für Berufsbildung mit seinen acht regionalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungsstellen für den Beratungsprozess verantwortlich. In der Mitteilung ist festgehalten: «In einer Pilotphase im Jahr 2022 haben in Graubünden rund 130 Personen das kostenlose Angebot Viamia genutzt.» Personen, die Viamia in Anspruch nehmen, absolvieren in einem ersten Schritt einen sogenannten Employability-Check. Mit diesem Test werde eine Selbsteinschätzung der Arbeitsmarktfähigkeit vorgenommen. Die Testresultate dienen als Grundlage für die Standortbestimmung, bei der die persönliche und berufliche Situation analysiert und ein allfälliger Handlungsbedarf ermittelt werde, heisst es weiter. Gemeinsam mit einer Laufbahnberaterin oder einem Laufbahnberater entwickle und plane die Kundin oder der Kunde dann konkrete Massnahmen zum Erhalt oder der Verbesserung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit. Die erneute Unterzeichnung der Programmvereinbarung mit dem Bund war unter anderem davon abhängig, dass die nationalen Promotionsmassnahmen in allen vier Landessprachen, sprich auch in Romanisch, erfolgen.

«In einer Pilotphase im Jahr 2022 haben in Graubünden rund 130 Personen das kostenlose Angebot Viamia genutzt.»

Zitiert aus Medienmitteilung, Kanton Graubünden

400 Kundinnen und Kunden in zwei Jahren erwartet

Pro beratene Person ist ein Pauschalaufwand von 1200 Franken vorgesehen, welcher zu 80 Prozent durch den Bund und 20 Prozent durch den Kanton finanziert wird. Für den Kanton Graubünden ergeben sich für die Umsetzung des Projekts keine finanziellen und personellen Mehraufwendungen. «Die erwarteten 300 bis 400 Fälle können durch die bestehenden Ressourcen aufgefangen werden», erklärt Curdin Tuor, Leiter des Amts für Berufsbildung. Das Angebot steht allen über 40-Jährigen im Kanton Graubünden wohnhaften Personen zur Verfügung, die keinen Anspruch auf vergleichbare Abklärungs- und Beratungsangebote der Sozialversicherungen oder der Sozialhilfe haben. (red)

Weitere Informationen zu Viamia sind auf den Webseiten des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation sowie des Amts für Berufsbildung publiziert.

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