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RhB hält Kupferdiebe in Schach

Einmal ist die Rhätische Bahn von Kupferdieben heimgesucht worden. Weil umgehend Massnahmen getroffen wurden, blieb es bei dem einen Fall.

Südostschweiz
Freitag, 17. Februar 2012, 21:00 Uhr
Die Rhätische Bahn lässt Kupferdieben keine Chance.

Landquart. – Kupferdiebstähle haben wegen des aktuell hohen Rohstoffpreises gewissermassen Hochkonjunktur. Prominente Opfer sind die SBB und die Deutsche Bahn, denen Kabel und weitere Metallteile geklaut werden («suedostschweiz.ch» berichtete).

Vor allem in Deutschland schlugen die Diebe im grossen Stil zu – allein im letzten Jahr hatte die Staatsbahn rund 3000 Fälle zu beklagen. Der daraus entstandene Schaden für das Unternehmen beläuft sich auf gut 15 Millionen Euro.

«Ein grosser Bruch»

Die Rhätische Bahn (RhB) dagegen lässt Kupferdieben keine Chance. Gemäss Mediensprecher Peider Härtli kam es in Graubünden – genauer gesagt im Werkhof Landquart – lediglich «zu einem grossen Bruch». Die bis heute unbekannte Täterschaft erbeutete vor gut zwei Jahren Kupferrollen im Wert von 55 000 Franken.

Die Bahn reagierte sofort und sicherte das Gelände, auf dem das Kupfer gelagert wird, besser ab. Unter anderem wurde ein Bewegungsmelder installiert, der im Fall der Fälle automatisch für Licht auf dem Areal sorgt. «Also wir haben jetzt nicht gerade ein Fort Knox errichtet, aber die Massnahmen haben Wirkung gezeigt», so Härtli. Tatsächlich ist die RhB seither kein weiteres Mal bestohlen worden. Nicht in Landquart, und auch sonst nirgendwo im Kanton. Mit ein Grund dafür ist laut Härtli, dass auf keiner Baustelle der RhB Kupfer unbewacht stehen gelassen wird. (ens)

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