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Repower-Gegner bleiben skeptisch

Repower hat den Rückzug aus dem Kohlekraftwerk-Projekt in Brunsbüttel angekündigt. In Jubel brechen die Umweltschützer deshalb aber nicht aus.

Südostschweiz
Freitag, 30. März 2012, 08:30 Uhr
Repower-Konzernchef Kurt Bobst.

Chur. – Die Chancen, dass das Kohlekraftwerk-Projekt Brunsbüttel gebaut wird, schätzt der Bündner Energiekonzern Repower als nicht mehr realistisch ein. Konzernchef Kurt Bobst kündigte am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Chur an, keinen Rappen mehr in die Entwicklung des Projekts in Norddeutschland zu investieren. An der Projektgesellschaft bleibt Repower aber vorerst noch mit 36 Prozent beteiligt.

Gewinn von 54 Millionen Franken

Umweltschützer sind unter anderem wegen dieser bestehenden Beteiligung skeptisch, ob der am Donnerstag angekündigte Schritt schon den definitiven Ausstieg bedeutet («suedostschweiz.ch» berichtete). Kritik erntet Repower ausserdem für die Ankündigung, weiterhin am Kohlekraftwerk-Projekt im süditalienischen Saline Joniche festhalten zu wollen.

Trotz schwierigem Marktumfeld erzielte Repower 2011 einen Gewinn von 54 Millionen Franken, was aber einem Minus von 30 Prozent entspricht. (bcm)

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