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Rekordbeteiligung an Schweizer «Volkszählung» der Vögel

Rekordbeteiligung an Schweizer «Volkszählung» der Vögel

An einer «Volkszählung» von Vögeln in Schweizer Gärten und Parks haben am Wochenende knapp 500 Begeisterte über 13'000 Vögel gezählt - so viele wie noch nie.

Agentur
sda
09.01.22 - 18:01 Uhr
Wirtschaft
Der Bestand der Kohlmeise hat sich heuer vom letztjährigen Tief erholt.
Der Bestand der Kohlmeise hat sich heuer vom letztjährigen Tief erholt.
Birdlife Luzern/Stefan Wassmer

Am häufigsten gesichtet wurde der Haussperling, wie der Organisator Birdlife Luzern am Sonntag mitteilte. Den Beobachtungen zufolge erholten sich die Bestände der Meisenarten nach einem Einbruch im letzten Jahr wieder.

In 180 Gemeinden in der ganzen Schweiz zählten Vogelinteressierte während einer Stunde Vögel und meldeten diese dem Portal www.stunde-der-wintervoegel.ch. Durchschnittlich wurden 40 Vögel pro Garten gesehen. Die Vogelfans sichteten insgesamt 82 verschiedene Arten.

Die Zählaktion sei ein Erfolg gewesen, sagte Peter Knaus, Präsident von Birdlife Luzern, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Mit der koordinierten Beobachtung liessen sich Tendenzen erkennen, aber Zahlen seien mit Vorsicht zu interpretieren. Mit der Aktion wolle der Verein vor allem den Gartenvögeln im Winter mehr Beachtung schenken und Menschen dazu anregen, die Tiere im Garten zu beobachten.

Spatz, Rabenkrähe und Buchfink

An der Spitze der Rangliste stand der Haussperling (Anzahl: 2027). In 65 Prozent der Gärten wurde der Hausspatz festgestellt. An zweiter und dritter Stelle standen die Rabenkrähe und der Buchfink.

Erfreulich sei, dass sich mehrere Meisenarten nach einem Tief im letzten Jahr nun wieder erholt hätten, teilte Birdlife Luzern mit. Kohlmeise, Blaumeise, Tannenmeise und Sumpfmeise hätten in diesem Winter wieder weitaus häufiger und in mehr Gärten beobachtet werden können.

Seltener dagegen wurden Feldsperling, Erlenzeisig und Bergfink gesichtet. Bei letzteren beiden Arten kommt es in der Schweiz den Experten zufolge in unregelmässigen Abständen zu Einflügen.

Die sogenannte «Stunde der Wintervögel» fand in der Schweiz zum dritten Mal statt und dauerte drei Tage. Zeitgleich wurde sie auch in Deutschland, Österreich und Tschechien durchgeführt.

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