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Wirtschaft

Bei Yendi wird trotz Konkurs weitergearbeitet wie bisher

Die Modekette Yendi hat um Eröffnung eines Konkursverfahrens ersucht. Darüber wurden auch die Filialen informiert, davon gibt es auch mehrere in der Südostschweiz. Dort wird weitergearbeitet wie bisher.
Philipp Wyss
13.04.2017, 09:59 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Die Modekette Yendi mit Sitz im freiburgischen Bulle wurde vor über 40 Jahren gegründet. Mittlerweile betreibt sie in der Schweiz 84 Boutiquen. In der Südostschweiz welche in Chur (City West), Mels (Pizol-Center), Netstal (Wiggis-Park) sowie zwei in St. Gallen (Neumarkt und Shopping Arena).

 

Gestern hat Yendi Konkurs eingereicht. Im dem Schreiben schreibt die Yendi-Führung vom schwierigen Umfeld, in dem sich der Detailhandel bewege. Das neue Direktorenteam habe versucht, die finanzielle Situation der Modekette zu verbessern. «Leider konnten diese Ziele nicht erreicht werden», heisst es weiter.

Angesichts der Schwierigkeiten habe das Direktorenteam auch nach einem Käufer gesucht. Die Direktion bittet die Angestellten, weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen, damit «die bestmöglichen Verkäufe» erzielt werden könnten. Dies geschehe im Interesse aller.

Bei Yendi Chur wollte Filialleiterin Rita Deiana keine Stellung zur momentanen Situation nehmen. «Man hat uns gesagt, wir sollen weiterarbeiten und das machen wir hier in Chur so», sagte sie auf Anfrage und verwies auf die Zentrale in Bulle.

 

Vergangene Woche noch hatte die Direktion den Filialen Mails mit beschwichtigendem Inhalt geschickt. Das zeige, dass die Firma ihren Angestellten gegenüber bis zuletzt ihre wahre Situation verschwiegen habe, schreibt die Gewerkschaft Unia in einer Mitteilung. (so)

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