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Neue Ungereimtheiten bei Repower-Vergabe

Lahmeyer, das den Zuschlag für die Gesamtplanung des Kraftwerks am Lago Bianco erhalten hat, steht auf der schwarzen Liste der Weltbank.

Südostschweiz
Mittwoch, 27. April 2011, 08:30 Uhr
Neuer Wirbel um Repower-Vergabe.

Poschiavo. – Seit 2006 erhält die Lahmeyer International GmbH keine Aufträge mehr von der Weltbank. Dies weil das deutsche Unternehmen 2003 von einem Gericht in Lesotho schuldig gesprochen wurde, Schmiergelder in Zusammenhang mit einem Wasserkraftprojekt bezahlt zu haben.

Repower hatte Kenntnis

Obwohl Repower gemäss eigenen Aussagen von diesem Zustand Kenntnis hatte, erhielt Lahmeyer zusammen mit seinen Partnern Amberg und Stucky (IG LAS) den Zuschlag für die Gesamtplanung beim geplanten Pumpspeicherkraftwerk am Lago Bianco. Der Vorfall in Lesotho habe sich in den Neunzigerjahren zugetragen, und es gebe ernst zu nehmende Hinweise, dass die Weltbank Lahmeyer in absehbarer Zeit von der schwarzen Liste streiche, begründet Repower die Vergabe. Die IG LAS war ausserdem der teuerste von vier Bewerbern. (be)

Mehr in der «Südostschweiz» von heute.

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