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Neue Spitalfinanzierung belastet den Geldbeutel

Ende Jahr stellt das Spital Linth in Uznach auf die neue Spitalfinanzierung um. St. Galler kommen in den Genuss von kürzeren Wartezeiten und höheren Prämien.

Südostschweiz
Sonntag, 19. Juni 2011, 21:00 Uhr
Mit der neuen Spitalfinanzierung steigen im Kanton St. Gallen die Prämien.

Uznach. – Für das Spital Linth in Uznach ist die Zeit der Kodierer gekommen. Am Computer rechnen sie aus, wieviel beispielsweise eine Blinddarmbehandlung kosten soll –?egal wie lange der Patient im Spital bleibt. Denn ab nächstem Jahr tritt die neue Spitalfinanzierung in Kraft.

Dann wird nach einem neuen System abgerechnet. Nicht mehr die Aufenthaltsdauer bestimmt, wieviel einem das Spital in Rechnung stellt, sondern die Art Leistung, die erbracht wird.

Alles wird besser – und kostspieliger

Die neue Spitalfinanzierung wird landesweit eingeführt. Die Arbeit am Spital soll effizienter werden. Doch die Neuerungen werden auch das Portemonnaie der Prämienzahler belasten. Man rechnet im Kanton mit einem Prämienanstieg von 4,7 Prozent. Schuld daran ist unter anderem der Kantonsrat. Er hat beschlossen, dass die Mehrkosten, die wegen der Umstellung entstehen, den Prämienzahlern aufgebürdet werden. (mal)

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