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Kraftwerk Russein: Ausbau für 70 Millionen

Das Kraftwerk Russein der Axpo Hydro Surselva AG soll vorzeitig heimfallen und ab 2013 für 70 Millionen Franken ausgebaut werden. Disentis und Sumvitg winken dadurch Einkünfte in Millionenhöhe.

Südostschweiz
Dienstag, 28. Dezember 2010, 09:00 Uhr
So würde die Stauanlage Barcuns gemäss Fotomontage der Axpo nach der Dammerhöhung um fünf Meter aussehen.

Disentis. – Seit Mai 2009 sind die Absichten bekannt, jetzt liegen die Details vor: Das Studienkonsortium Russein, bestehend aus der Axpo und den Konzessionsgemeinden Disentis und Sumvitg, hat Mitte Dezember bei den Gemeinden den vorzeitigen Heimfall sowie eine Neukonzessionierung des Kraftwerks Russein beantragt.

Die Resultate des Konsortiums wurden gestern in Disentis den Medien präsentiert, im Januar kommen die Verträge vor den Disentiser Gemeinderat und die Gemeindeversammlung von Sumvitg.

Finanziell das Maximum herausgeholt

In «harten, aber fairen» Verhandlungen habe man das finanzielle Maximum für die Gemeinden herausgeholt, so Dumeni Columberg, Gemeindepräsident von Disentis. Dieses Maximum sieht folgendermassen aus: Jede Gemeinde erhält für den vorzeitigen Heimfall – die heutige Konzession von 1947 gälte bis 2027 – einmalig 5,16 Millionen Franken als Entschädigung und eine Gebühr von 200 000 Franken ausbezahlt; der Kanton wird mit 8,68 Millionen Franken abgegolten.

Zudem kann jede Gemeinde jährlich mit einem Wasserzins, einer Dividende und einer Rendite aus Beteiligungsenergie von total gut 400 000 Franken zuzüglich Steuern rechnen. (jfp)

Mehr in der «Südostschweiz» von heute.

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