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Keine Konzession für den Flugplatz Altenrhein

Der Flugplatz Altenrhein erhält keine Konzession als öffentlicher Regionalflugplatz. Er kann den Flugbetrieb mittelfristig aber ausbauen. So steht es im Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), das der Bundesrat am Mittwoch genehmigt hat.

Südostschweiz
Mittwoch, 06. Juli 2011, 21:27 Uhr
Der Flugplatz Altenrhein kann seinen Betrieb mittelfristig ausbauen.

Altenrhein. – Das Objektblatt regelt den künftigen Betrieb des Flugplatzes samt Pisten, Rollwegen, Gebäuden und Fluglärm-Beschränkung, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) mitteilte. Die Behörden von Gemeinde, Kanton, Nachbarkantonen und dem Bundesland Vorarlberg hätten keine grundsätzlichen Einwände vorgebracht.

Der Flugplatz sei von regionaler Bedeutung. Seine Entwicklung richte sich nach dem regionalwirtschaftlichen Bedarf, heisst es. Mittelfristig sollen in Altenrhein die Voraussetzungen für einen «massvollen Ausbau des Flugbetriebs mit verstärktem Linienangebot» geschaffen werden.

Nach Wien und Sardinien

Bei einem allfälligen Ausbau wird die Zahl der Flugbewegungen auf jährlich 36'500 begrenzt. Heute sind es laut Airport Altenrhein knapp 30 000 Bewegungen (Zahlen von 2007) bei jährlich 110 000 Passagieren. Altenrhein bietet tägliche Linienflüge nach Wien und im Sommer Charterflüge nach Sardinien an.

Flugplätze mit Linienverkehr benötigen nach Schweizer Recht eine Betriebskonzession. Österreich lehnte jedoch eine Konzessionierung Altenrheins ab und machte dies auch in der Anhörung zum SIL-Objektblatt klar. Deshalb werde bis auf Weiteres auf eine Konzessionierung verzichtet, schreibt das Bazl. (sda)

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