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Kalabrien klagt gegen Repower-Kraftwerkspläne

Der Entscheid der italienischen Regierung, grünes Licht für die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Kohlekraftwerksprojekt der Repower in Saline Joniche zu geben, wird von der Region Kalabrien vor Gericht angefochten.

Südostschweiz
Donnerstag, 26. Juli 2012, 13:00 Uhr
Hauptsitz der Repower in Poschiavo.

Saline Joniche. – Die Region Kalabrien wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Pläne des Bündner Energieunternehmens Repower, in Saline Joniche ein Kohlekraftwerk zu bauen. Nachdem die italienische Regierung per Dekret grünes Licht für die Umweltverträglichkeitsprüfung des Werks erteilt hat, fechten die Region und die italienischen Umweltverbände diesen Beschluss aus Rom vor Gericht an, wie es in einer Mitteilung des WWF Graubünden heisst.

Einstimmiger Beschluss

Wie bereits 2010 habe das Regionalparlament an seiner Sitzung vom Dienstag einstimmig beschlossen gegen die Verfügung aus Rom vorzugehen, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Kohlekraftwerk passe nicht zu den touristischen und wirtschaftlichen Entwicklungspotentialen der Region, wird Parlamentssekretär Giovanni Nucera zitiert.

Auch der Bündner Grosse Rat sollte sich an diesem Entscheid ein Beispiel nehmen und sich klar gegen die Kohlekraftpläne der Repower äussern, fordert WWF-Geschäftsführerin Anita Mazzetta. (so)

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