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Engadin St. Moritz braucht mehr Geld

Die Tourismusdestination Engadin St. Moritz möchte in neue Märkte investieren. Dafür müsste das Budget massiv erhöht werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 27. September 2012, 08:30 Uhr
Die Destination Engadin St. Moritz möchte mit mehr Geld in neue Märkte vordringen.

St. Moritz. – In einem Antrag zuhanden des Kreisrates bitten die Touristiker um eine Budgeterhöhung von einer Million Franken über einen Zeitraum von vier Jahren. Am 11. Oktober entscheiden die Kreisräte darüber, ob die Gemeinden statt wie bisher 15,7 Millionen Franken 16,7 Millionen Franken für den Tourismus in der Region investieren sollen.

Falls der Antrag der Destination Engadin St. Moritz vom Kreisrat angenommen wird, soll die zusätzliche Million dazu verwendet werden, die Stammmärkte weiter zu bearbeiten und gleichzeitig in vielversprechende neue Märkte wie Brasilien oder China zu investieren.

Gemeinden werden zur Kasse gebeten

Laut Kreispräsident Gian Duri Ratti wird der Antrag gewiss für Diskussionen im Kreisrat sorgen. «Vor allem die Gemeindepräsidenten sind der Ansicht, dass ein Unternehmen mit dem Geld auskommen sollte, das zur Verfügung steht», sagte Ratti auf Anfrage.

Auch die starken Oberengadiner Gemeinden sehen finanziell weniger rosigen Zeiten entgegen. Die zusätzlich verlangte Million müsste gemäss Verteilschlüssel auf alle Gemeinden übertragen werden. Erteilt der Kreisrat trotz dieser Bedenken grünes Licht für die Budgeterhöhung, könnte immer noch das Referendum gegen diesen Entscheid ergriffen werden. (fh)

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