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Bündner Elektromonteure sind Gold und Bronze wert

Gian-Andrea Casaulta heisst der beste Elektrotechniker der Welt. Der 22-jährige Valser hat an den Berufsweltmeisterschaften, den World Skills in London, Gold gewonnen. Eine Bronze­medaille holte der Brigelser Andrin Cavegn.

Südostschweiz
Montag, 10. Oktober 2011, 18:30 Uhr

Von Stefanie Studer

London. – Die drei Bündner Teilnehmer der World Skills haben vier anstrengende Tage hinter sich. Von Mittwoch bis Samstag kämpften sie mit rund 1000 weiteren jungen Berufsleuten um den begehrten Weltmeistertitel in nicht akademischen Berufen vom Automatiker bis zum Zimmermann – und das mit Erfolg. Gian-Andrea Casaulta aus Vals gewann in der Kategorie Elektrotechnik («suedostschweiz.ch» berichtete). Der 22-jährige Elektromonteur musste eine moderne Hausinstallation erstellen und sich gegen 23 Konkurrenten durchsetzen. Dafür hatte er sich sechs Wochen lang zusammen mit Experten aber auch alleine in seiner Freizeit vorbereitet.

Bronzemedaille für den Pechvogel

Zufrieden kann auch Andrin Cavegn aus Brigels sein. Der Anlageelektriker erkämpfte sich die Bronzemedaille. Obwohl er sich zu Beginn des Wettkampfes in den Finger geschnitten hatte und sich mit Problemen mit einer fehlerhaften Software herumschlagen musste, wie der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen in einer Medienmitteilung schreibt. «Ich bin absolut zufrieden mit der vollbrachten Leistung und sehr glücklich, dem Druck standgehalten zu haben», meinte Cavegn. Für Rahel Brunner, Floristin aus Müstair, reichte es zwar nicht für eine Medaille. Mit einem Zertifikat wurde sie aber ebenfalls für ihren Einsatz ausgezeichnet.

Wenig Zeit und viele Zuschauer

«Es war eine sehr hektische Zeit», sagte Rene Wildhaber, Präsident des Verband Schweizerischer Elektro-­Installationsfirmen gegenüber dem Portal «suedostschweiz.ch». Wildhaber begleitete die beiden Bündner Elektriker nach London. Die Kandidaten hätten nicht nur mit der Aufgabe und dem leicht unterschiedlichen Arbeitsmaterial zu kämpfen gehabt, sondern auch damit, die vorgegebene Zeit zum Lösen der Aufgaben einzuhalten. Und die rund 150 000 Zuschauer seien eine zusätzliche Ablenkung gewesen.

Empfang in Graubünden folgt

Heute Abend kommen Casaulta, Cavegn und Brunner in Kloten an, wo sie und ihre Mitstreiter unter anderem von Bundesrat Johann Schneider-Ammann empfangen werden. Nächste Woche sollen die drei prämierten Bündner auch noch in der Heimat geehrt werden. Laut Jürg Michel, Präsident des Bündner Gewerbeverbands, laufen zurzeit die Vorbereitungen für einen Empfang. «Mit diesem sensationellen Resultat haben wir nicht gerechnet. Deshalb sind wir erst jetzt an den Vorbereitungen dran.»

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