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Brigelser Bahnen: Baier übernimmt für Noser

Nach 2018 und 2020 gibt es im Verwaltungsrat der Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast AG bereits wieder Veränderungen. 

Jano Felice
Pajarola
06.12.21 - 14:39 Uhr
Wirtschaft
«Mit hellblauem Auge davongekommen»: Mit dem Winter 2020/21 sind die Brigelser Bahnen nicht unzufrieden.
«Mit hellblauem Auge davongekommen»: Mit dem Winter 2020/21 sind die Brigelser Bahnen nicht unzufrieden.
Bild Jano Felice Pajarola

Und wieder eine Rochade im Verwaltungsrat: Der langjährige Vizepräsident Hansueli Baier aus Chur wird neuer Präsident der Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast AG. Er ersetzt den 2018 gewählten Markus Noser aus Nuolen (Kanton Schwyz), der an der Generalversammlung der AG vom Freitag in Breil/Brigels bereits wieder zurückgetreten ist. Als Vizepräsident amtet nun der bisherige Verwaltungsrat Richard Caduff aus Danis. Ebenfalls im Gremium verblieben ist der Disentiser Damian Sac; neu gewählt wurde Mattias Friberg aus Brigels.

Friberg komplettiert den Verwaltungsrat nach einer Vakanz: Bereits im Sommer 2020 hatte der zwei Jahre zuvor gemeinsam mit Noser neu gewählte Peter Brügger alle seine Ämter in den örtlichen Tourismusgesellschaften niedergelegt, auch sein Mandat bei den Bergbahnen. In Brigels war er notabene 2018 als Nachfolger von Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz in den Verwaltungsrat gewählt worden.

Rekord bei den Ersteintritten

Auf das Geschäftsjahr 2020/21 blicken die Bahnen nicht allzu unzufrieden zurück: Man sei mit einem «hellblauen Auge» davongekommen, so Direktor Beat Zenklusen in einer Mitteilung zu der am Freitag aufgrund der Coronapandemie ohne Präsenz des Aktionariats durchgeführten Generalversammlung. Mit einem neuen Rekord von fast 172’000 hätten die Ersteintritte um 11,3 Prozent über dem Fünfjahresmittel und gut 25 Prozent über dem Zehnjahresschnitt gelegen. Auch der Verkehrsertrag übertraf die Mittelwerte. Bei einem betrieblichen Ertrag von 5,08 Millionen Franken, einem Betriebsergebnis Ebitda von 788’000 Franken und einem Cashflow von 714’000 Franken resultierte letztlich ein kleines Plus von 7000 Franken. Darin eingerechnet ist ein ausserordentlicher Erfolg von 169’000 Franken, wovon 107’000 Franken aus der Corona-Härtefallentschädigung des Kantons stammen. Stille Reserven wurden erneut im Umfang von einer halben Million Franken aufgelöst. 

Liquiditätslage angespannt

Wie der Verwaltungsrat im Geschäftsbericht schreibt, ist die Liquiditätssituation der Bergbahnen weiterhin angespannt. Die Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens hänge davon ab, ob die Budgetzahlen erreicht und die nötige Liquidität sichergestellt werden könnten. Dies habe der Verwaltungsrat aber getan.

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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