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Bahn überprüft weitere 130 000 Schwellen - Einschränkungen möglich

Die Bahn weitet die Inspektion Tausender Betonschwellen aus. Bundesweit sollen weitere 130 000 Bauteile überprüft werden, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Fahrgäste müssen sich auf Einschränkungen einstellen, etwa wenn Schwellen ausgetauscht werden.

Agentur
sda
22.11.22 - 18:58 Uhr
Wirtschaft
PRODUKTION - Der Umbauzug der Deutsche Bahn, der gleichzeitig Schwellen und Gleise austauscht, arbeitet auf der Zugstrecke bei Garmisch-Partenkirchen. Foto: Angelika Warmuth/dpa
PRODUKTION - Der Umbauzug der Deutsche Bahn, der gleichzeitig Schwellen und Gleise austauscht, arbeitet auf der Zugstrecke bei Garmisch-Partenkirchen. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Keystone/dpa/Angelika Warmuth

Bei der Überprüfung von 200 000 Schwellen eines bestimmten Bautyps und Herstellers waren im Sommer «Unregelmässigkeiten in der Materialbeschaffenheit» aufgefallen. Wie eine Bahn-Sprecherin nun mitteilte, müssen rund 137 000 dieser Schwellen ausgetauscht werden. Bis Ende des Jahres sollen nahezu alle betroffenen Strecken wieder normal befahrbar sein. «Teilweise wird sich der Austausch der Schwellen allerdings bis in das kommende Jahr ziehen.»

Bei den neu zu untersuchenden Bauteilen handelt es sich um Schwellen anderer Hersteller, bei denen die gleiche Gesteinsart verarbeitet wurde. Sollten die Experten Auffälligkeiten entdecken, werden die entsprechenden Schwellen der Bahn zufolge getauscht. "Bis die betroffenen Schwellen getauscht sind, fahren Züge dann in den entsprechenden Abschnitten langsamer. Es könne auch zu Sperrungen kommen, teilte der Konzern mit. Die betroffenen Schwellen seien bundesweit verbaut, vorrangig jedoch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Auslöser für die Inspektion im Sommer war ein Unglück in Garmisch-Patenkirchen Anfang Juni, bei dem ein Regionalzug entgleiste. Vier Menschen starben. Bei den dann überprüften Bauteilen handelte es sich laut Bahn um den gleichen Bautyp wie auf dem Streckenabschnitt des verunglückten Zugs. Rückschlüsse auf die Unfallursache in Oberbayern liessen sich aus den Inspektionserkenntnissen nicht ziehen, hiess es im Sommer.

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