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Grünes Licht für Inventx

Grünes Licht für Inventx

Das Bundesgericht hat die Beschwerden gegen das Bauvorhaben der Inventx AG auf dem Areal des alten Werkhofs in Chur abgewiesen. Der Bau des Grossprojekts «Mehrwerk» kann noch dieses Jahr beginnen.

Südostschweiz
vor 1 Woche in
Wirtschaft
Multifunktionsbau in der Churer Innenstadt: Das Projekt «Mehrwerk» kann jetzt umgesetzt werden.
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Eigentlich hätten die Bagger bereits im Sommer 2017 auffahren sollen. Nun also – nach vier Jahren mit diversen Einsprachen von Anwohnern – ist es so weit: Der Bündner IT-Dienstleister Inventx kann den Ausbau seines Hauptsitzes in Chur angehen. Auf dem Areal des Alten Forstwerkhofs im Stadtzentrum soll ein neues Gebäude Platz für über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten. Ausserdem werden Gastronomie, Kultur, eine Kindertagesstätte, Wohnungen sowie das Churer Stadtarchiv im Neubau Platz finden. 

Der Weg dazu war ein langer: Der Churer Stadtrat hatte bereits im April 2017 einer Landabgabe im Baurecht für die Inventx AG einstimmig zugestimmt, und das Churer Stimmvolk das Projekt einen Monat später an der Urne mit einem Ja-Stimmenanteil von 85 Prozent abgesegnet. Durch Einsprachen aus der Nachbarschaft wurde der Bau dann jedoch verzögert: Das Bündner Verwaltungs-gericht und zuletzt auch das Bundesgericht hatten sich mit den Einsprachen zu befassen. Nun hat das Bauvorhaben im Herzen Churs also grünes Licht vom Bundesgericht erhalten, womit der Umsetzung nichts mehr im Wege steht, wie Inventx und die Stadt Chur in einer Medienmitteilung vom Donnerstag schreiben.

Baubeginn noch im Jahr 2021

Der Churer Stadtrat nehme das Urteil der Bundesrichter mit grosser Befriedigung zur Kenntnis. «Wir freuen uns, dass das Projekt nun endlich realisiert werden kann und die brachliegende Fläche in der Innenstadt belebt wird», wird Stadtpräsident Urs Marti in der Mitteilung zitiert. Das Neubauprojekt von Inventx sehe auch Wohnungen und öffentliche Bereiche vor, welche die Churer Altstadt zusätzlich beleben würden, so Marti. «Zudem stärkt das Projekt den Wirtschaftsstandort Chur nachhaltig und somit auch die Positi-onierung der Stadt als attraktiven
ICT-Standort.» 

Inventx-Inhaber Gregor Stücheli sprach von einem «Freudentag»: Die Plananpassungen hätten bereits begonnen. Stücheli rechnet laut Mitteilung noch in diesem Jahr mit dem ersten symbolischen Spatenstich für den 30-Milli-onen-Franken-Bau. 

Lokremise als Zwischenlösung

Weil sich der Bau des geplanten neuen Firmensitzes über Jahre verzögert hatte, Inventx aber ungebremst und stark wächst, hatte sich das Finanz-IT-Unternehmen bereits vor zwei Jahren für eine Zwischennutzung in Chur entschieden (Ausgabe vom 15. Februar 2019). Einen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Inventx seither in der historischen Lokremise am Churer Bahnhof untergebracht. «Bis die rechtlichen Fragen um den Neubau geklärt sind», wie es damals hiess. Dies ist – über zwei Jahre später – nun also eingetreten.

 

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