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Altholzkraftwerk verbessert CO2-Bilanz der Zuckerfabrik Aarberg

Altholzkraftwerk verbessert CO2-Bilanz der Zuckerfabrik Aarberg

Die Zuckerfabrik Aarberg bezieht künftig einen guten Teil ihrer Energie von einem benachbarten Altholzkraftwerk. Damit will das Unternehmen seine CO2-Bilanz verbessern.

Agentur
sda
vor 4 Wochen in
Wirtschaft
Energie aus Altholz wird künftig in der Zuckerfabrik Aarberg dafür sorgen, dass aus den Rüben Zucker gewonnen werden kann.
Energie aus Altholz wird künftig in der Zuckerfabrik Aarberg dafür sorgen, dass aus den Rüben Zucker gewonnen werden kann.
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Das am Freitag eingeweihte Kraftwerk kann alle Arten von Altholz verwerten, wie die Verantwortlichen mitteilten. Von den rund 450'000 Tonnen Altholz, die das Land pro Jahr exportiert, kommen nun etwa 70'000 Tonnen nach Aarberg.

In Form von Dampf, Heisswasser und Strom geht die Energie an die Zuckerfabrik. Ausserdem könnten mit einem Fernwärmeanschluss künftig auch noch Haushalte in Aarberg mit Heizwärme beliefert werden, heisst es in der Mitteilung des Holzheizkraftwerks Aarberg.

Die Zuckerfabrik hat bisher ihren Energiebedarf mit dem fossilen Brennstoff Erdgas gedeckt. Mit dem Altholzkraftwerk kann das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 16'000 Tonnen C02-Emissionen einsparen.

Besonders gross ist der Energiebedarf jeweils während der Rübenhochsaison, im Fachjargon Kampagne genannt. Dann liefert das Holzkraftwerk etwa die Hälfte des Energiebedarf. In der Nebensaison wird die Fabrik voll mit Strom aus dem Altholzwerk versorgt. Rund 95 Mio. Franken kosteten die Investitionen in die Anlage.

Um sie zu betreiben, sind im Durchschnitt pro Tag 34 Lastwagenfahrten nötig. Das entspricht einer Verkehrszunahme von etwa 1,5 Prozent. Einen Transport per Bahn haben die Verantwortlichen wegen zweimaligen Umladens als unwirtschaftlich und unökologisch verworfen.

Um die Beschaffung des Altholzes kümmert sich die Terra Nova GmbH. Die AG für Abfallverwertung, die in Thun die Kehrichtverbrennung betreibt, zeichnet für den Betrieb der Aarberger Anlage verantwortlich. Energieabnehmerin ist die Zuckerfabrik. Die drei Firmen sind zu gleichen Teilen am Projekt beteiligt.

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