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Schweizer Regionalbanken nach Corona-Jahr in guter Verfassung

Schweizer Regionalbanken nach Corona-Jahr in guter Verfassung

Die regional tätigen Banken sehen sich nach dem Corona-Jahr 2020 in guter Verfassung. Die Institute schätzen sowohl ihre eigene Lage als auch die Lage der Gesamtbranche nicht nur deutlich besser ein als im vergangenen Jahr.

Agentur
sda
vor 1 Woche in
Wirtschaft
Die regional tätigen Schweizer Banken sehen sich in guter Verfassung. Ihre eigene Lage und die Lage der Gesamtbranche schätzen sie nicht nur deutlich besser ein als im vergangenen Jahr, sondern sogar auch noch besser als im Jahr 2019. Im Bild Filiale der…
Die regional tätigen Schweizer Banken sehen sich in guter Verfassung. Ihre eigene Lage und die Lage der Gesamtbranche schätzen sie nicht nur deutlich besser ein als im vergangenen Jahr, sondern sogar auch noch besser als im Jahr 2019. Im Bild Filiale der…
KEYSTONE/WALTER BIERI

Sie sei sogar noch besser als im Jahr 2019, hiess es. Den «Stresstest Covid-Pandemie» haben die Regionalbanken gut überstanden, folgert die am Dienstag veröffentlichte Studie des «OTC-X Research».

In der Umfrage bei Geschäftsführern regional tätiger Banken erreichte die Selbsteinschätzung zur eigenen Lage 7,7 Punkte (Vorjahr 7,0 Punkte) - dies auf einer Skala von 1 (miserabel) bis 10 (hervorragend). Einen noch höheren Wert gab es in der Umfrage bisher nur im Jahr 2018.

Nicht allzu besorgt zeigen sich die Banken auch bezüglich der finanziellen Gesundheit der Kunden. Zwar bezeichnen 56 Prozent die Situation der Kunden als «etwas schlechter», für 44 Prozent war sie aber «unverändert.» Eine «deutliche Verschlechterung» in der Verfassung ihrer Kunden machte aber keine Bank aus - 2020 hatten noch knapp 12 Prozent der Institute diese Antwort gewählt. Entsprechend sind auch die Sorgen um die Beeinträchtigung der eigenen Profite wegen Abschreibern und Wertberichtigungen klar abnehmend.

Digitalisierung dringlicher als Kostensenkung

Offenbar haben die Inlandbanken in den vergangenen Jahren die richtigen Vorbereitungen für eine solche «Stress-Situation» getroffen. Das zeigt sich laut den Studienautoren etwa darin, dass für die Institute das Thema der «Kostensenkung» mittlerweile klar an Bedeutung abgenommen hat. Weiterhin zu den wichtigsten Themen, welche die Bankchefs umtreiben, zählt allerdings die «Digitalisierung der Prozesse» in den Instituten.

Weiterhin eine hohe Priorität hat aber auch die «Diversifikation der Erträge». Noch immer habe sich der Anteil der Hypothekarkredite am Geschäftsvolumen kaum zugunsten anderer Einkommensquellen vermindert, stellen die Studienautoren fest: «Nahezu unverändert entfallen rund 77 Prozent der Erträge auf das Zinsengeschäft.»

Näher rückende Zinswende?

Eine Zinswende rückt in der Einschätzung der Bankchefs derweil etwas näher. Immerhin ein gutes Drittel (36 Prozent) der Teilnehmenden prognostizieren eine «moderate Anhebung» der Leitzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) in den kommenden zwei Jahren. Im Vorjahr lag dieser Wert nur gerade bei knapp 4 Prozent. Eine «starke Anhebung» wird aber weiterhin nicht erwartet.

An der am «Branchentalk Regionalbanken» vorgestellten Umfrage von Zern & Partner nahmen 26 von insgesamt 71 befragten Instituten teil. Von den Teilnehmern waren 24 Regionalbanken, eine Kantonalbank sowie ein weiteres regional aktives Finanzinstitut.

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