×

Bestandesaufnahme des Vogels des Jahres 2021 im Gang

Bestandesaufnahme des Vogels des Jahres 2021 im Gang

Ornithologen von BirdLife streifen derzeit durch die Schweiz und folgen dem Lockruf des Steinkauzes, des Vogels des Jahres 2021. Sie machen eine Bestandesaufnahme.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Wirtschaft
Ein Herz und eine Seele: 149 Steinkauz-Brutpaare gab es 2020 in der Schweiz, in zehn Jahren sollen es 300 sein. Um herauszufinden, wie gross die aktuelle Population ist, folgen derzeit Mitarbeiter von BirdLife den Balzrufen des "Vogels des Jahres". …
Ein Herz und eine Seele: 149 Steinkauz-Brutpaare gab es 2020 in der Schweiz, in zehn Jahren sollen es 300 sein. Um herauszufinden, wie gross die aktuelle Population ist, folgen derzeit Mitarbeiter von BirdLife den Balzrufen des "Vogels des Jahres". …
Keystone

Bisher waren die Fördermassnahmen für den gefährdeten kleinen Vogel recht erfolgreich: Letztes Jahr wurden fast drei Mal so viele Steinkauzpaare registriert wie vor 20 Jahren, wie BirdLife am Dienstag mitteilte. Auf dem Aktionsplan Steinkauz Schweiz von BirdLife Schweiz, Vogelwarte Sempach und Bundesamt für Umwelt Bafu steht indes eine Verdoppelung der aktuellen Anzahl Brutpaare in den nächsten zehn Jahren.

«Nur mit einer deutlichen Bestandssteigerung kann das längerfristige Überleben der Art in der Schweiz gesichert werden», heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Zu diesem Behufe müssen die Schutzbemühungen noch ausgeweitet werden. Deshalb werden die gelbäugigen Eulen nicht nur kartografiert, sondern auch in ihrer Fortpflanzungsbemühung unterstützt.

Wo ein Habitat, da auch ein Kauz

Bund und Kantone seien nun in der Pflicht, bestehende Kerngebiete für die Biodiversität (oft Naturschutzgebiete) weiter aufzuwerten und zu erweitern, um bedrohten Arten wie dem Steinkauz genügend Raum zu geben.

Die meisten Steinkäuze siedeln sich im Umkreis von zehn Kilometern um ihren Geburtsort an. Sie verteidigten ihre Reviere zwar gegen Eindringlinge, seien aber generell gesellig und hätten gerne Nachbarn in Rufweite, schreibt BirdLife. Deshalb ziehe stets eine kleine Zahl weiter, um nach neuen Brutgebieten zu suchen. Ihnen müsse die ökologische Infrastruktur Vernetzungsgebiete, Trittsteine und neue wertvolle Lebensräume bieten, um die weitere Ausbreitung zu erleichtern.

Kommentieren

Kommentar senden
E-Paper
Leckeres zMorga gefällig?
Mit unserem Newsletter «zMorga» kommen die wichtigsten News aus der Region pünktlich zum Frühstück direkt in die Inbox, gratis!
Nicht mehr fragen