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Banken schlagen sich laut IWF in Coronakrise weiterhin wacker

Banken schlagen sich laut IWF in Coronakrise weiterhin wacker

Die Finanzbranche zeigt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Coronavirus-Krise stabil. «Banken waren bisher nicht Teil des Problems», heisst es im Finanzstabilitätsbericht des IWF, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Wirtschaft
Die Banken weltweit sind nach Einschätzung des IWF trotz Coronakrise widerstandsfähig. Im Bild die Frankfurter Bankenskyline. (Symbolbild)
Die Banken weltweit sind nach Einschätzung des IWF trotz Coronakrise widerstandsfähig. Im Bild die Frankfurter Bankenskyline. (Symbolbild)
KEYSTONE/DPA/FABIAN SOMMER

«Die Banken sind mit viel Kapital und hohen Liquiditätspuffern in die Pandemie gegangen und haben sich bislang als widerstandsfähig erwiesen.» Die beispiellosen Corona-Hilfen der Staaten für die Wirtschaft hätten geholfen, dass Kredite weiter zur Verfügung stünden. Trotzdem sei Vorsicht geboten. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld kratze an der Profitabilität der Geldhäuser und mache neue Darlehen für sie wenig attraktiv. Banken dürften sich zudem Sorgen machen, dass viele Kredite ausfallen könnten, sobald die staatlichen Stützungsmassnahmen wegfielen.

Die Risiken für die Finanzstabilität liegen laut IWF insgesamt im Rahmen. «Das darf man aber nicht als gesetzt ansehen.» Die Regierungen dürften ihre Corona-Hilfen nicht zu früh beenden. Erst müsse es ein nachhaltigeres Wachstum geben. Als Risiken nannten die Experten hohe Schuldenstände von Unternehmen und Staaten, die geringe Profitabilität der Banken sowie hohe Bewertungen in bestimmten Märkten, weil Investoren angesichts der Mini-Zinsen mittlerweile grössere Risiken eingingen. Schwierig sei die Lage vor allem in ärmeren Ländern. Sie könnten den Zugang zum Kapitalmarkt wieder verlieren.

Der IWF hatte sich am Dienstag vergleichsweise optimistisch geäussert und seine Prognose für die Weltwirtschaft in diesem Jahr angehoben. Der Fonds sagt nun ein Wachstum von 5,5 Prozent voraus und damit eine starke Erholung von dem historischen Einbruch 2020.

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