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Das WEF ist im Winter 2021 in Graubünden doch präsent

Das WEF ist im Winter 2021 in Graubünden doch präsent

Das World Economic Forum (WEF) ist ein strategischer Partner des virtuellen «Tourism Recovery and Resilience Dialogue», den die Fachhochschule Graubünden im Winter 2021 organisiert. Die kleinste Hochschule der Schweiz und den prestigeträchtigen Global Player vereint das Interesse an Nachhaltigkeit, am Tourismus und am Standort Graubünden.

Davoser
Zeitung
vor 4 Monaten in
Wirtschaft
Die Fachhochschule Graubünden und das WEF debattieren über Fragen zur Zukunft des Tourismus nach Covid-19.
SO (Philipp Baer)

Am 13. Januar findet die letzte Veranstaltung des Dialogs statt. Thema: Strategien und Massnahmen von Destinationen aus aller Welt, um die Covid-19-Krise für einen ökologisch nachhaltigeren Tourismus zu nutzen.

Das World Economic Forum (WEF) findet in diesem Jahr nicht in Davos statt. Dennoch ist die Organisation im Winter 2021 im Kanton Graubünden präsent. Das WEF ist strategischer Partner des «Tourism Recovery and Resilience Dialogue», den die Fachhochschule Graubünden (FHGR) zwischen November 2020 und Januar 2021 organisiert. Der virtuelle und globale Dialog bringt Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, damit sie sich über Strategien, Massnahmen und erste Erfahrungen austauschen können, wie die Covid-19-Krise für einen resilienteren und nachhaltigeren Tourismus zu nutzen ist. «Nur wenige Sektoren der Weltwirtschaft wurden von Covid-19 so hart getroffen wie die Reise- und Tourismusbranche, mit über 100 Millionen gefährdeten Arbeitsplätzen und Milliarden von Dollar an verlorenem BIP», sagt Michèle Mischler, Head of Public Affairs und Nachhaltigkeitsverantwortliche beim WEF. «Daher ist es wichtig, dass wir Initiativen wie den Dialog unterstützen, welche die notwendigen Diskussionen unter den glo-
balen Stakeholdern anregen, um das
Vertrauen in die Reisebranche wiederherzustellen und die nachhaltige und inklusive Entwicklung des Tourismus voranzutreiben».

Gemeinsam für einen nachhaltigen Tourismus

Die Zusammenarbeit zwischen der kleinsten Hochschule der Schweiz und dem WEF geht auf das gemeinsame Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung und einem nachhaltigen Tourismus zurück. «Wir haben uns lange vor der
Covid-19-Krise mit der besonderen Bedeutung und dem Potenzial des Tourismus für eine nachhaltige und inklusive Wirtschaft befasst», sagt Mischler. Die FH Graubünden und das WEF schlossen sich 2019 mit der UN-Welttourismusorganisation, dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO sowie dem «Global Compact Network Switzerland & Liechtenstein» zusammen, um das Weiterbildungsprogramm «Tourism for Sustainable Development» zu lancieren. Dieses besteht aus Online- und Präsenzmodulen in der Schweiz und zeigt politischen, behördlichen sowie privatwirtschaftlichen Entscheidungsträgern aus aller Welt auf, wie der Tourismus zur Erreichung der UN-Agenda 2030 mit den 17 Zielen einer nachhaltigen Entwicklung (SDGs) beitragen kann.
WEF bringt wichtiges Tool mit «Die Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum ist für uns sowohl punkto Netzwerke und Kontakte als auch bezüglich der Expertise enorm wichtig», sagt Alex Gertschen, Dozent an der FH Graubünden und Projektleiter von «Tourism for Sustainable Development». Zum Beispiel bringt das WEF sein sogenanntes «Strategic Intelligence Tool» ins Curriculum des Weiterbildungsprogramms ein. «Dieses Tool fasst eine Vielfalt von Wissen und Informationen aus unseren Veranstaltungen, Initiativen und Netzwerken zusammen», erklärt Mischler. «Zudem machen unsere hauseigenen Experten im Curriculum mit.»

Virtuelles Diskussionsforum

Das Weiterbildungsprogramm «Tourism for Sustainable Development» hätte längst beginnen sollen, musste aufgrund der Covid-19-Krise aber verschoben werden. Stattdessen führt die FH Graubünden nun gemeinsam mit dem WEF und den anderen Partnern den «Tourism Recovery and Resilience Dialogue» durch. An dessen dritter und letzter virtueller Veranstaltung am 13. Januar werden unter anderem folgende Themen aufgegriffen:
- Warum eine Spitzenmanagerin des WWF die Covid-19-Krise nicht als Chance, sondern als Risiko für den Umweltschutz sieht.
- Wie der Chef des Reiseveranstalters Hauser Exkursionen durch die Covid-19-Krise Schub für seinen «Climate Trek» in Nepal erhalten hat.
- Warum der Gründer eines Luxusresort-Betreibers auf Mauritius angesichts der Covid-19-Krise die Führungskräfte der Branche zu mehr Verantwortung und Ethik aufruft – und wie er diesen Anspruch selber umzusetzen versucht.
- Wie Covid-19 den nachhaltigen Umbau des Tourismus in Mexiko beschleunigt statt behindert hat.

 

 

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