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Händler zeigen sich zufrieden mit Black Friday und Cyber Monday

Händler zeigen sich zufrieden mit Black Friday und Cyber Monday

Das Schnäppchenwochenende rund um Black Friday und Cyber Monday hat vor allem den Schweizer Onlinehändlern satte Zuwächse beschert. Der umsatzstärkste Tag bleibt dabei der Freitag. Doch auch die Fortsetzung mit dem «Cyber Monday» läuft den Händlern zufolge rund.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Wirtschaft
Die Schweizer Konsumenten haben sich an Black Friday und Cyber Monday in Shoppinglaune gezeigt. Vor allem die Onlinehändler haben satte Umsatzzuwächse verbucht.(Symbolbild)
Die Schweizer Konsumenten haben sich an Black Friday und Cyber Monday in Shoppinglaune gezeigt. Vor allem die Onlinehändler haben satte Umsatzzuwächse verbucht.(Symbolbild)
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Der Pandemie zum Trotz haben sich Schweizer Konsumenten an diesem Wochenende zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts in bester Shoppinglaune gezeigt, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP unter Detailhändlern zeigt.

Vor allem bei IT- und Unterhaltungselektronikprodukten wie Smartphones, Laptops oder Kopfhörer griffen die Kunden zu, aber auch bei Spielwaren und Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen. «In Zeiten von Corona sind alle Artikel, die das Zuhause optimal fürs Homeoffice und -schooling ausrüsten, sowie allgemein den Wohlfühlfaktor im eigenen Heim steigern, sehr beliebt», sagte etwa ein Migros-Sprecher.

Allerdings kauften die Menschen erwartungsgemäss vor allem online ein. «Die Nachfrage am Black Friday war sehr gross», sagte eine Sprecherin der Migros-Onlinetochter Microspot. «Knapp 20 Prozent mehr Personen als im Vorjahr haben das Online-Einkaufszentrum in der Black Friday Woche besucht.» Die Microspot-Schwester Interdiscount meldete 40 Prozent mehr online Bestellungen als im Vorjahr.

Auch die Migros-Onlinehandelstochter DigitecGalaxus berichtet von einem Umsatzwachstum gegenüber 2019 im zweistelligen Prozentbereich. Der Onlineshop Brack.ch hält sich bei konkreten Zahlen bedeckt, zeigt sich aber ebenfalls sehr zufrieden: «Das Aktionswochenende läuft noch bis Mitternacht, aber was wir bisher gesehen haben, hat unsere hohen Erwartungen übertroffen», sagte ein Sprecher.

Schutzkonzepte in den Läden

Auch bei Händlern mit einem stärkeren stationären Gewicht spielte die Musik vor allem online, während in den Läden Schutzkonzepte umgesetzt werden mussten. «Unser Sicherheitskonzept hat gegriffen, die Konsumenten haben tendenziell eher den Freitag gemieden und viel stärker online eingekauft», sagte ein Manor-Sprecher. Der Onlineverkauf sei im hohen zweistelligen Bereich gewachsen.

Bei Globus erreichten die Umsätze nicht diejenigen des Vorjahres, wie eine Sprecherin sagte. Das Umsatzplus entspreche in etwa den Erwartungen, meldete die Migros. Bei den Migros-Fachmärkten Melectronics, Do it, SportXX und Micasa hätten sich die Online-Bestellungen etwa verdoppelt. «Wir sind zufrieden», heisst es bei Coop.

Onlineshopping weiter auf Wachstumskurs

Der Black Friday ist klar der umsatzstärkste Tag des Aktionswochenendes. Bei vielen Händlern kehrt daher bereits wieder Normalität ein. So verzichten Manor und Coop auf den Cyber Monday. «Diese Kampagne ist vom Umfang und der Bedeutung her nicht vergleichbar mit Black Friday», sagte ein Manor-Sprecher.

Online dagegen wird das Rabattfest weiter ausgedehnt - mancherorts auf den Montag, aber öfters auch auf die gesamte Woche, die Cyber Week. «Dafür, dass wir dies im Vornherein nicht angekündigt hatten, läuft der Cyber Monday auch separat betrachtet beachtlich, wenn auch in einem kleineren Mass als das Aktionswochenende insgesamt», sagte beispielsweise der Brack-Sprecher. Und auch DigitecGalaxus sowie Microspot und Interdiscount berichten von einem guten Start in den Tag. Letztere feiern noch bis Sonntag die Cyberweek.

Für das weitere Weihnachtsgeschäft stellen sich die Onlinehändler auf weitere Zuwächse ein: «Aufgrund der aktuellen Lage gehen wir davon aus, dass noch mehr Menschen als sonst einen grösseren Teil ihrer Geschenke online einkaufen werden», so der Brack-Sprecher. «Daher rechnen wir damit, dass sich die Bestellvolumina bis zu den Festtagen auf hohem Niveau fortsetzen.» DigitecGalaxus rechnet bis Weihnachten mit mindestens 50 Prozent mehr Bestellungen als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

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