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General Electric will in der Schweiz weitere rund 80 Jobs streichen

General Electric (GE) will im Bereich Gas-Power in der Schweiz rund 80 Stellen streichen. Betroffen ist nach Angaben der Konzerns primär der Standort in Baden AG. Im September hatte das Unternehmen bereits den Abbau von Stellen in Oberentfelden AG angekündigt.

Agentur
sda
Dienstag, 27. Oktober 2020, 13:05 Uhr Baden AG
General Electric streicht in Baden AG Stellen. (Archivbild)
General Electric streicht in Baden AG Stellen. (Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Eine endgültige Entscheidung über den Stellenabbau im Bereich Gas-Power falle erst, wenn die Konsultationsverfahren auf europäischer und schweizerischer Ebene abgeschlossen seien, teilte GE am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Voraussichtlich würden diese Verfahren bis mindestens Januar nächsten Jahres dauern.

Der Abbau sei nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit von GE in einem «immer anspruchsvolleren Industrieumfeld» zu verbessern. Baden und Birr AG würden «sehr wichtige» Standorte bleiben, an denen GE Forschung und Entwicklung betreibe. Zudem verweist das Unternehmen auf einen «umfassenden und gut ausgebauten Sozialplan». Man werde jeden betroffenen Mitarbeitenden bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützen.

Abbau auch in Oberentfelden

Im September hatte GE mitgeteilt, die Produktion der Stromnetzsparte GE Grid Solutions in Oberentfelden einstellen zu wollen. Nach eigenen Angaben möchte der Konzern dort 436 Stellen abbauen. Die Gewerkschaften sprechen gar von 562 Jobs, die gestrichen würden.

GE habe in den letzten vier Jahren in mehreren Abbauwellen schon Tausende Schweizer Industriearbeitsplätze vernichtet, teilten die GE-Personalvertretung sowie die Arbeitnehmerorganisationen Unia, Syna, Angestellte Schweiz und Kaufmännischer Verband mit. Sie fordern, dass GE auf den Stellenabbau vollständig verzichtet.

Man werde diese Forderung in die Konsultationen mit der GE-Führung auf schweizerischer und europäischer Ebene tragen. Gefordert sei jetzt auch der Bundesrat. Dieser müsse GE klarmachen, dass «eine weitere Zerstörung industrieller Substanz nicht toleriert wird».

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