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Zwei Bündner Betriebe für den Prix Montagne nominiert

Bereits zum zehnten Mal wird im Dezember der Prix Montagne vergeben. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die massgeblich zur wirtschaftlichen Vielfalt im Alpenraum beitragen. Heuer sind zwei Bündner Betriebe im Rennen um den mit 40'000 Franken dotierten Preis: die Handweberei Tessanda und die Kommunikationsagentur communicaziun.ch.

Südostschweiz
Dienstag, 13. Oktober 2020, 16:02 Uhr Es winken 40'000 Franken

Die Schweizer Berghilfe und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete verleihen den Prix Montagne Anfang Dezember in Bern bereits zum zehnten Mal. Aus den 42 eingereichten Projekten sechs Finalisten bestimmt hat eine siebenköpfige Jury unter der Leitung von Ex-Skirennfahrer Bernhard Russi. Diese Jury wird auch den Sieger bestimmen.

Alle eingereichten Projekte sind nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit, des Modellcharakters und der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – bewertet worden, wie es in einer Mitteilung heisst. «Sechs Unternehmen haben uns besonders beeindruckt, weil sie in ihrer Region eine grosse Rolle spielen, sei es als Arbeitgeber oder als Partner für das Gewerbe und den Tourismus», lässt sich Russi zitieren. «Genau solche Unternehmen wollen wir fördern, weil sie mit ihren aussergewöhnlichen Leistungen andere Randregionen der Schweiz inspirieren.»

Graubünden ist mit zwei Betrieben im Final vertreten: Zum einen mit Tessanda, der grössten Schweizer Handweberei in Sta. Maria. Sie habe mit ihren hochwertigen Textilien und zeitgemässem Design den Sprung in die Zukunft geschafft, heisst es in der Mitteilung. Vor rund 90 Jahren wurde sie gegründet, um den Frauen im Tal eine Möglichkeit zu bieten, einen anerkannten Beruf zu erlernen und ein eigenes Einkommen zu erzielen. Heute arbeiten 15 Gewebegestalterinnen in der Tessanda.

Zum anderen gehört auch die Kommunikationsagentur communicaziun.ch zu den sechs für das Finale Nominierten. In der «Manufaktur» in Ilanz und Chur würden Kreativköpfe, Strateginnen und Macher Hand in Hand an Kommunikationslösungen arbeiten, schreibt die Jury. Werbeagentur, Druckerei und Atelier für Werbetechnik unter einem Dach – Geschäftsleiter Armin Spescha sieht sein Unternehmen als Gesamtdienstleister, der das gesamte Spektrum der Kommunikationsbranche abdeckt.

Preisübergabe von Guy Parmelin

Die Preisübergabe erfolgt am 10. Dezember in Bern. Wirtschaftsminister Guy Parmelin wird den Siegern den Prix Montagne überreichen. Neben dem Hauptpreis gibt es auch einen Publikumspreis zu gewinnen. Dieser ist mit 20'000 Franken dotiert und wird von der Versicherungsgesellschaft Mobiliar gestiftet. Die Publikumsabstimmung läuft bis am 19. November. (sz)

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