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Verwaltungskosten machen 5 Prozent des Prämienvolumens aus

Für die Verwaltung der Grundversicherungen haben Schweizer Krankenkassen im vergangenen Jahr fast 1,5 Milliarden Franken ausgegeben.

Agentur
sda
Dienstag, 29. September 2020, 08:49 Uhr Zürich
Die Unterschiede bei den verschiedenen Kassen sind laut Moneyland "riesig". (Archivbild)
Die Unterschiede bei den verschiedenen Kassen sind laut Moneyland "riesig". (Archivbild)
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Damit verwendeten sie fast 5 Prozent der Prämieneinnahmen für Löhne, Provisionen und Werbung, wie der Vergleichsdienst Moneyland am Dienstag mitteilte.

Der grösste Teil der Aufwendungen der Krankenkassen entfielen auf die Personalkosten von rund 1,1 Milliarden Franken. Das sind mehr als zwei Drittel der Kosten.

Für Provisionen in der Grundversicherung gaben die Krankenkassen insgesamt rund 49 Millionen Franken aus, für Werbung waren es 60 Millionen. Provisionen im Rahmen von Zusatzversicherungen von Krankenkassen betragen nach Schätzungen von Moneyland rund eine halbe Milliarde Franken pro Jahr.

Allerdings fördert ein Vergleich der Kosten zwischen den einzelnen Kassen gemäss Moneyland «riesige» Unterscheide zu Tage. Denn je nach Kasse würden pro versicherte Person zwischen 96 und 573 Franken an Verwaltungskosten ausgegeben.

«Die Kosten in der Verwaltung und Marketing-Ausgaben sind stattlich», wurde Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz in der Mitteilung zitiert. Die Verwaltungskosten der Krankenkassen seien in den vergangenen Jahren aber nicht die Ursache für den Anstieg der Prämien gewesen, sondern die steigenden Gesundheitskosten, hielt Manz fest.

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Jeder Bürger ist gesetzlich verpflichtet sich zu versichern. Es ist aber eine bodenlose Frechheit, dass der Prämienzahler dadurch ausgenützt wird und sich diese Herren von den Prämieneinnahmen regelrecht bereichern. Die Löhne reichen von 53'224.00 bis 820'900,00 CHF jährlich und mehr. Das kommt mir vor wie im 18 Jahrhundert. Und unsere Politiker und Volksvertreter? Die schauen zu, weil sie auch noch von den KK unterstützt werden ihre Interessen zu vertreten. Alles was über 250'000.00 CHF ist, sollte gekürzt werden.

hak