×

Schweizer Automarkt bleibt im Juli unter Druck

Die Autoindustrie spürt die Folgen der Corona-Krise nach wie vor. Im Monat Juli 2020 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im Vergleich zum Vorjahr wiederum weniger Autos zugelassen.

Agentur
sda
Montag, 03. August 2020, 17:50 Uhr Bern
Auf Schweizer Strassen sind im Juli im Vergleich zum Vorjahr erneut weniger Autos zugelassen worden. Seit Jahresbeginn beträgt der Rückgang der Neuimmatrikulationen wegen der Corona-Pandemie beinahe einen Drittel.(Archivbild)
Auf Schweizer Strassen sind im Juli im Vergleich zum Vorjahr erneut weniger Autos zugelassen worden. Seit Jahresbeginn beträgt der Rückgang der Neuimmatrikulationen wegen der Corona-Pandemie beinahe einen Drittel.(Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Konkret ging die Zahl der neu auf Schweizer Strassen zugelassenen Personenwagen im Juli um 11 Prozent oder 2«877 Autos auf 22»641 zurück. Der Rückgang sei zwar nicht mehr ganz so gross wie in den letzten Monaten, jedoch bewege sich die Nachfrage nach Autos in der Schweiz nach wie vor auf einem deutlich tieferen Niveau als in den vergangenen Jahren, teilte der Branchenverband Auto-Schweiz am Montag mit.

Im Juni hatte der Rückgang der Neuimmatrikulationen 13 Prozent betragen, in den Monaten Mai und April waren es gar -39 bzw. -67 Prozent gewesen. Mit 125'842 Inverkehrssetzungen seit Jahresbeginn ergibt sich damit nach sieben Monaten ein Minus von 31 Prozent.

Angesichts der wirtschaftlichen Ungewissheiten und den erneut steigenden Corona-Infektionszahlen seien die Konsumenten weiterhin zurückhaltend, wenn es um den Kauf eines Autos gehe, meint der Verband. Ob unter diesen Vorzeichen die von Auto-Schweiz für das Gesamtjahr abgegebene Marktprognose von 240'000 Zulassungen erreicht werde, bleibe daher abzuwarten.

Die gesamte Schweizer Automobilbranche, vom Zuliefererbetrieb bis hin zum Markenhändle, leide unter den Auswirkungen der Corona-Krise, heisst es weiter. «Schon jetzt sind viele Arbeitsplätze durch die Krise in Gefahr geraten», fügt Verbandssprecher Christoph Wolnik in der Mitteilung an.

Kommentar schreiben

Kommentar senden