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Wirecard kündigt Ex-Chef Braun ausserordentlich

Der Verwaltungsrat von des insolventen Zahlungsanbieters Wirecard hat den Anstellungsvertrag des früheren Konzernchefs Markus Braun ausserordentlich gekündigt. Dies teilte der in einen Bilanzskandal verwickelte Finanzdienstleister am Dienstagabend mit.

Agentur
sda
Mittwoch, 01. Juli 2020, 01:19 Uhr München
Der Verwaltungsrat des insolventen deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard streicht Ex-Konzernchef Markus Braun endgültig von der Gehaltsliste. (Archivbild)
Der Verwaltungsrat des insolventen deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard streicht Ex-Konzernchef Markus Braun endgültig von der Gehaltsliste. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA/JENS SCHLUETER

Braun war wegen des Skandals am 19. Juni zurückgetreten. Wenige Tage später wurde er wegen des Verdachts der Marktmanipulation festgenommen; er kam aber gegen eine Kaution von fünf Millionen Euro wieder auf freien Fuss.

Wirecard hatte eingestanden, dass in seiner Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld bei zwei philippinischen Banken vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzte ab, das Unternehmen meldete Insolvenz an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde nach Angaben des zuständigen Amtsgerichts in München der Rechtsanwalt Michael Jaffé bestellt.

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