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Raiffeisen und Mobiliar vereinbaren strategische Partnerschaft

Raiffeisen Schweiz und der Versicherer Mobiliar gehen per Anfang 2021 eine strategische Partnerschaft ein. Die Unternehmen wollen insbesondere das Geschäftsfeld Wohnen gemeinsam entwickeln.

Agentur
sda
Mittwoch, 24. Juni 2020, 07:56 Uhr St. Gallen/Bern
Raiffeisen Schweiz und der Versicherer Mobiliar gehen per Anfang 2021 eine strategische Partnerschaft ein. Die Unternehmen wollen insbesondere das Geschäftsfeld Wohnen gemeinsam entwickeln. (Archivbild)
Raiffeisen Schweiz und der Versicherer Mobiliar gehen per Anfang 2021 eine strategische Partnerschaft ein. Die Unternehmen wollen insbesondere das Geschäftsfeld Wohnen gemeinsam entwickeln. (Archivbild)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Partnerschaft sehe neben der gegenseitigen und exklusiven Vermittlung von Bank-, Vorsorge- und Versicherungsprodukten auch das Erarbeiten von gemeinsamen Produkten vor, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Mittwoch.

Dabei wollten Raiffeisen als grösster Anbieter von Hypotheken in der Schweiz und die Mobiliar als grösster Haushaltversicherer die Kunden im Geschäftsfeld Wohnen mit einer digitalen Plattform bedienen. Diese soll im ersten Halbjahr 2021 lanciert und fortlaufend mit neuen Produkten erweitert werden. Beide Parteien beteiligen sich - vorbehältlich behördlicher Genehmigungen - zu je 50 Prozent am gemeinsamen Unternehmen.

Partnerschaft mit Helvetia beendet

Die Raiffeisen-Gruppe, die im Versicherungsbereich noch mit der Helvetia zusammenarbeitet, hatte bereits im vergangenen Jahr die Kooperation öffentlich ausgeschrieben. Vergangene Woche gaben Raiffeisen und Helvetia dann bekannt, dass sie ihre seit 1999 bestehende Vertriebskooperation auf Ende Jahr beenden würden.

Raiffeisen-Chef Guy Lachappelle begründete die Beendigung der Partnerschaft mit der Helvetia mit dem «etwas eindimensionalen» Modell der bisherigen Zusammenarbeit.

In den Diskussionen mit der Helvetia habe sich gezeigt, dass der Versicherer einen anderen Weg gehe als Raiffeisen, so Lachappelle weiter. Eine Rolle habe allerdings auch gespielt, dass die Helvetia mit dem Hypothekenvermittler Moneypark über eine direkte Konkurrenz im Hypothekargeschäft verfüge, räumte er ein: Das habe etwa bei der Ablösung von Hypotheken auch schon für die «eine oder andere Irritation» gesorgt.

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