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Corona-Krise brockt Zara-Mutterkonzern Inditex Quartalsverlust ein

Der spanische Textilhändler Inditex, der unter anderem die Modekette Zara betreibt, ist wegen der Corona-Pandemie in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich betrug der Verlust im ersten Geschäftsquartal (per Ende April) 409 Millionen Euro.

Agentur
sda
Mittwoch, 10. Juni 2020, 10:30 Uhr Arteixo
Der spanische Zara-Mutterkonzern Inditex hat während der Corona-Pandemie rund 6000 Läden schliessen müssen. (Archiv)
Der spanische Zara-Mutterkonzern Inditex hat während der Corona-Pandemie rund 6000 Läden schliessen müssen. (Archiv)
KEYSTONE/EPA EFE/XOAN REY

Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 734 Millionen Euro resultiert. Zu dem hohen Minus im laufenden Jahr trug auch eine Rückstellung für den weiteren Konzernumbau bei, wie Inditex am Mittwoch in Arteixo mitteilte. Ohne diese hätte der Verlust bei 175 Millionen Euro gelegen. Für die Spanier ist es der erste Quartalsverlust seit ihrem Börsengang 2001.

Für das vergangene Jahr will der Konzern eine reguläre Dividende in Höhe von 35 Cent je Aktie zahlen. Trotz der Krise will Konzernchef Pablo Isla bis 2022 nun weitere rund 900 Millionen Euro jährlich für den Unternehmensumbau und den Ausbau des Online-Handels in die Hand nehmen, wobei allein rund eine Milliarde Euro in den nächsten drei Jahren in die Digitalisierung fliessen sollen.

6000 Läden wegen Pandemie geschlossen

Inditex hatte im Zuge der Coronavirus-Pandemie rund 6000 Läden vorerst schliessen müssen. Zum Abschluss des Quartals seien 965 Filialen in 27 Märkten wieder geöffnet gewesen, hiess es weiter. Der Konzern geht davon aus, bis Ende Juni in den meisten seiner Schlüsselmärkte die Geschäfte wieder in Betrieb nehmen zu können.

Während der Lockdown-Periode hatten die Spanier einen deutlichen Anstieg der Verkäufe im Online-Geschäft registriert. Im besonders von der Pandemie betroffenen Monat April konnte Inditex die Umsätze im Internet nahezu verdoppeln. Auf Quartalssicht brachen die Gesamterlöse im stationären Handel und online jedoch um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein.

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