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Mobility hebt Kurzarbeit auf und fährt Angebot hoch

Das Carsharingunternehmen Mobility hat nach den ersten Lockerungsmassnahmen des Bundes im Mai wieder deutlich mehr Buchungen verzeichnet. Als Konsequenz aus der Krise überlegt sich das Unternehmen, Autos auch künftig in Langzeitmiete anzubieten.

Agentur
sda
Mittwoch, 03. Juni 2020, 09:27 Uhr Zürich
Mobility steigert Buchungen und hebt Kurzarbeit auf (Archivbild)
Mobility steigert Buchungen und hebt Kurzarbeit auf (Archivbild)
KEYSTONE/OBS/MOBILITY

Weil viele Menschen in der Schweiz während des Lockdowns weitgehend zuhause blieben und sich nur auf zwingende Autofahrten beschränkten, gab es bei Mobility während dieser Zeit einen Nachfrageeinbruch. Das Unternehmen musste daraufhin sein Angebot anpassen: 400 seiner Fahrzeuge wurden langfristig vermietet, zum Beispiel an medizinische Pflegedienste.

Dieses Modell hat offenbar viel Anklang gefunden, wie Geschäftsführer Roland Lötscher in einer Mitteilung des Unternehmens vom Mittwoch sagte: «Wir sind mit Anfragen förmlich überhäuft worden. Deshalb analysieren wir, ob wir Langzeitmieten in unser Standardangebot aufnehmen werden.» Mobility wolle im Verlauf des Jahres darüber entscheiden, ob das Modell so weitergeführt werde.

Nachfrage von Firmenkunden gering

Seit Mai ist gemäss dem Communiqué die Nachfrage nach Mobility-Autos von Privatkunden wieder fast auf dem alten Niveau. Die Zahl an Reservationen lagen gemäss der Mitteilung im Mai noch 10 Prozent unter der üblichen Buchungszahl.

Weil die Nachfrage wieder gestiegen ist, hat Mobility auch die Kurzarbeit im Betrieb per Anfang Juni wieder aufgehoben. Betroffen waren 43 Mitarbeitende aus dem Kundenservice, was einem Fünftel der Belegschaft entspricht. Die Lohndifferenz sei von Mobility während dieser Zeit ausgeglichen worden, heisst es.

Der Bereich Firmenkunden, der einen Viertel des gesamten Umsatzes von Mobility ausmacht, hat sich hingegen noch nicht wieder erholt. Hier müsse noch länger mit tieferen Buchungsfrequenzen gerechnet werden, weil geschäftliche Fahrten aufgrund des Homeoffice nur langsam wieder zunehmen, heisst es in der Mitteilung.

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