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Bericht - Experten zweifeln an Modernas Corona-Impfstoffkandidaten

Ein Medienbericht weckt Zweifel an der potenziellen Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs, an dem das US-Unternehmen Moderna derzeit arbeitet. Die vorgelegten Zwischenergebnisse würden keine kritischen Daten liefern, die zur Bewertung der Wirksamkeit nötig seien.

Agentur
sda
Mittwoch, 20. Mai 2020, 03:22 Uhr New York/Basel
Der Lonza-Konzern hat klargestellt, dass er für das Unternehmen Moderna einen Wirk-, aber nicht den Impfstoff für eine mögliche Coronavirus-Impfung herstelle. (Symbolbild)
Der Lonza-Konzern hat klargestellt, dass er für das Unternehmen Moderna einen Wirk-, aber nicht den Impfstoff für eine mögliche Coronavirus-Impfung herstelle. (Symbolbild)
KEYSTONE/EPA/RUNGROJ YONGRIT

Dies berichtet das auf den Gesundheitssektor spezialisierte US-Onlineportal Stat News in der Nacht auf Mittwoch unter Berufung auf Experten. Der Bericht belastete umgehend die Moderna-Aktien. Am Montag waren sie um 20 Prozent nach oben geschossen, nachdem die Firma über ermutigende Zwischenergebnisse bei klinischen Studien für ihren Impfstoffkandidaten berichtet hatte.

Der Verwaltungsratspräsident und Konzernchef ad interim von Lonza, Albert Baehny, stellte in einem Interview mit dem Zürcher «Tages-Anzeiger» vom Mittwoch zudem klar, dass sein Unternehmen nicht den Impfstoff, sondern die aktive pharmazeutische Zutat, also den Wirkstoff, für Moderna produziere. «Bislang sind nur Resultate von Phase 1 da», hiess es weiter. Lonza hoffe auf Endresultate per Ende Jahr, so dass der Schweizer Konzern dann Anfang nächsten Jahres mit der Produktion beginnen könne. Lonza investiere derzeit aber schon Millionen, ohne zu wissen, ob der Impfstoff letztlich funktioniere, sagte er.

Alleinverantwortung in den USA

«Aber Moderna hat die Verantwortung», führte der 67-jährige Manager weiter aus. Der Wirkstoff sei zwar die kritischste Komponente, aber Lonza besitze den Impfstoff eben nicht, betonte Baehny weiter. Es sei die alleinige Verantwortung von Moderna, zu entscheiden, an wen die Impf-Präparate verkauft würden, sagte er.

Es sei daher denkbar, dass es nach Fertigstellung des Impfstoffes zu Verteilungskonflikten komme. Auf die Frage, ob die Schweiz nicht gefordert habe, dass der Impfstoff fair verteilt werden müsse, sagte der Manager, dass die Gespräche mit dem Bundesrat und dem Bundesamt für Gesundheit BAG diesbezüglich noch liefen. Die Schweizer Behörden seien aber über alles bestens informiert, sagte Baehny gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

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