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Guter Start für «Leckerwissen»

Die Merz AG und Somedia AG haben einen neuen Service ins Leben gerufen. Das «Leckerwissen» ist ein Lieferservice für Brot. Per Mausklick kann man seine Bestellung aufgeben. Roni Merz, Geschäftsführer Merz AG, zieht ein erstes positives Fazit.

Anna
Panier
Donnerstag, 19. März 2020, 11:00 Uhr Brot-Lierferservice
«Leckerwissen» liefert täglich frisches Brot.
SYMBOLBILD/UNSPLASH

Wer kennt diesen Moment nicht, wenn man früh am Morgen in eine Bäckerei geht und einem der Geschmack von frischem Brot in die Nase steigt? Wenn dann auch noch ein solches Brot direkt aus dem Ofen auf dem Frühstückstisch landet, kann der Tag nur gut starten.

Das haben sich auch die Merz AG und die Somedia AG gedacht. Die beiden Unternehmen sind die Initianten von «Leckerwissen». Ein Brot-Lieferservice, welcher nun seit rund drei Wochen in Chur und Umgebung tätig ist. Per Mausklick kann man ein Brot-Abo abschliessen. Online gibt man dann seine Brot-Bestellung auf. Die Solivery AG, welche ebenfalls zur Somedia Familie gehört, übernimmt die Zustellung. Das Brot wird jeweils am Morgen in den Briefkasten gelegt.

Aber beginnen wir von vorne. Die zwei Unternehmen haben vor gut fünf Wochen ihr Projekt gestartet. Die ersten zwei Wochen waren ein Testlauf, wie Roni Merz, Geschäftsführer Merz AG, erklärt. In diesen zwei Wochen habe man Kleinigkeiten noch optimieren können.

Nach der Testphase startete «Leckerwissen» endgültig. «Wir sind wirklich gut gestartet. Die Technik, die Lieferung aber auch das Backen selbst lief reibungslos», wie Merz betont. Es sei ein grosses Abenteuer gewesen. Schliesslich habe man nicht gewusst, was einem alles erwartet. Die Abozahlen stiegen jedoch täglich und man sei absolut zufrieden. «Natürlich ist aber auch noch Potenzial vorhanden», betont Merz.

Ausbau möglich

Das vorhandene Potenzial sieht Roni Merz in verschiedenen Bereichen. «Es gibt noch einige Ideen und Ziele, die wir umsetzen und erreichen möchten.» So sei ein Ausbau des Zustellungsgebietes geplant. Aber auch eine Vergrösserung des Sortiments sei ein Thema. Jedoch würden in Zukunft keine gekühlten Produkte geliefert werden. «Wir haben beim Lieferservice keine Kühlfahrzeuge. Darum ist das Liefern von Produkten, die gekühlt werden müssen schlicht und ergreifend nicht möglich.»

Dafür sei die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wiederum denkbar. «Wir sind auch anderen Betrieben gegenüber offen und würden weitere Partner mit ins Boot zu holen. Beispielsweise Getränkequellen oder Lebensmittelgeschäfte.» Aus Sicht von Merz seien dies gute Möglichkeiten, um das Angebot zu vergrössern.

Coronavirus wird zum Thema

Zurzeit beschäftigten den Betrieb jedoch andere Themen.  Denn das Coronavirus macht auch vor «Leckerwissen» und der Merz AG nicht halt. Zwar könnte man meinen, dass der Lieferdienst überrannt wird, jetzt, wenn so viele Menschen zu Hause bleiben. Dies sei aber nicht so, erklärt Roni Merz. «Für den reinen Lieferdienst ist es nicht so ein grosses Thema. Viele Leute kommen beim Drive-in am Rossboden vorbei und kaufen normal im Laden ein.» Aber es sei schon so, dass man den Lieferdienst zum richtigen Zeitpunkt gestartet habe.

Stärker betroffen von der aktuellen Situation im Kanton sind die Filialen. Merz erklärt: «Für unseren Betrieb waren die Massnahmen, welche der Lockdown zur Konsequenz hatten, am einschneidendsten.» Die Läden seien weiterhin geöffnet. Aber die jeweiligen Gastrobetriebe müssten geschlossen werden. Diese Veränderungen gehen am Bäckereibetrieb nicht spurlos vorbei. «Die Massnahmen machen sich natürlich auf der wirtschaftlichen Ebene bemerkbar», betont Merz und fügt hinzu «Trotzdem kann ich das Vorgehen verstehen und auch nachvollziehen.» Wenn man solche Massnahmen einführe, dann müssten sie auch konsequent durchgeführt werden.

Falls Ihr aufgrund der momentanen Situation lieber Brot bestellt, als in einen Laden geht oder ganz allgemein das «Leckerwissen» kennenlernen wollt, findet Ihr alle Informationen hier.

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