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Der Frauenanteil in Geschäftsleitungen ist auf 10 Prozent gestiegen

Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der Schweizer Grossfirmen steigt, wenn auch von tiefem Niveau aus. Erstmals ist bei den 100 grössten Firmen im Durchschnitt jedes zehnte Geschäftsleitungsmitglied eine Frau.

Agentur
sda
06.03.20 - 11:21 Uhr
Wirtschaft
Die Anzahl Frauen in Geschäftsleitungen ist gestiegen: Managerin Jeannine Pilloud von Ascom (Archivbild).
Die Anzahl Frauen in Geschäftsleitungen ist gestiegen: Managerin Jeannine Pilloud von Ascom (Archivbild).
KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Kam es im letzten Jahr in den Geschäftsleitungen dieser Firmen zu einem personellen Wechsel oder einem Abgang, wurde immerhin jede fünfte Vakanz mit einer Frau besetzt, wie das Kadervermittlungsunternehmen Guidoschilling berechnet hat. Die Unternehmen setzen dabei stark auf eigene Karriereförderung: So sind von den neu in die Geschäftsleitungen aufgenommenen Frauen rund 60 Prozent unternehmensintern befördert worden.

Guido Schilling, Inhaber der gleichnamigen Firma, sprach an einer Medienkonferenz am Freitag in Zürich von einer «riesigen Entwicklung» im vergangenen Jahr. So sei die Zahl der weiblichen Geschäftsleitungsmitglieder bei den 118 untersuchten Grossunternehmen 2019 von 75 auf 94 gestiegen, was einem Anstieg von 25 Prozent entspreche. «Eine solch starke nominelle Zunahme innert eines Jahres gab es bisher noch nie», sagte Schilling.

Insbesondere der hohe Anteil von unternehmensintern in die Geschäftsleitung beförderten Frauen stimmt Schilling zuversichtlich, dass ein weiterer Schritt in der Sensibilisierung bezüglich Geschlechtervielfalt erfolgt ist.

Obwohl der Anteil der Frauen in den Geschäftsleitungen letztes Jahr von 9 auf 10 Prozent gestiegen ist, hat mit 53 Prozent weiterhin aber nur knapp die Hälfte der grössten Unternehmen überhaupt eine Frau in der Geschäftsleitung. Beim Kadervermittler Guidoschilling spricht man denn auch davon, dass es diesbezüglich «weiterhin Bedarf für ein klares Bekenntnis der Unternehmensleitungen und Verwaltungsräte» gebe.

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